Albrecht VII. (IV.) Graf von Mansfeld Hinterort (1480-1560) Berbauunternehmer, Bauherr, Feldherr, Vertrauter Martin Luther

Bergbauunternehmer, Bauherr, Feldherr, Vertrauter Martin Luthers
Albrecht VII. (IV.) Graf von Mansfeld-Hinterort (1480 – 1560)

Graf Albrecht wurde am 18. Juni 1480 in Leipzig geboren und zeichnete sich bereits in jungen Jahren durch Tatkraft und Entschlossenheit aus.
Er veranlasste maßgeblich die Teilung der Mansfelder Grafen von 1501 in die Linien Vorder-, Mittel- und Hinterort und ließ ab 1511 die erste bastionierte Vierflügelanlage in Mitteldeutschland auf der Stammburg der Mansfelder Grafen erbauen. Ebenso veranlasste er die Errichtung der Eisleber Neustadt.
Ein besonders enges Verhältnis verband den Grafen mit Martin Luther. So widmete Luther ihm die „Weihnachts- und Adventspostille“. Ebenso wurde Luther durch die Räte der Mansfelder Grafen über die Umwälzung aller Rechts-, Markt- und Machtverhältnisse im Mansfelder Bergbau und über die Vorgänge im Bauernkrieg informiert.
Graf Albrecht trat als Anhänger der Reformation 1526 dem ersten Bündnis der evangelischen Fürsten bei. Er starb 1560 im thüringischen Leutenberg.
Maßgeblich veranlasste er die Teilung der Mansfelder Grafenlinie von 1501.
Die Grafen begannen den Bau von drei repräsentativen Schlössern auf dem Burgberg, die in der Folge zur Bezeichnung der genealogischen Linien dienten: Vorder-, Mittel- und Hinterort.
Graf Albrecht ließ er ab 1511 die erste bastionierte Vierflügelanlage in Mitteldeutschland erbauen, die für viele weiter Schlossbauten zum Vorbild wurde.
Er veranlasste weiterhin, dass nach 1500 die Eisleber Neustadt gebaut wurde. Dabei beabsichtigte, die Nähe der Kupferabbaustätten zu nutzen. Neue Gewinnquellen aus dem Bergbau sollten ihn von Schuldenlast und Abhängigkeiten befreien. Unter Luthers Einfluss wurde die Kirche der Neustadt mit einem Kloster der Augustinereremiten verbunden und mit akademisch gebildeten Mönchen besetzt. Luther visitierte wiederholt das Kloster. So bekannten sich die Augustinereremiten früh zur Lutherische Lehre und das Kloster wurde bereits 1522/23 wieder aufgelöst und die St. Annenkirche die erste evangelische Predigerkirche in der Grafschaft Mansfeld.
Bereits in den ersten Jahren der Reformation wird deutlich, dass Martin Luther ein besonders enges, wenn auch nach 1536 durch die wirtschaftlichen Aktivitäten des Grafen zeitweise getrübtes Verhältnis, zu Graf Albrecht besitzt. So widmete Luther seinem Landesherren auf der Wartburg die sog.
Weihnachts- und Adventspostille, die er später als sein bestes Buch bezeichnet.
Ebenso setzen die Räte der Mansfelder Grafen Luther über die entscheidenden Veränderungen im Mansfelder Kupferschieferbergbau, die eine radikale Umwälzung aller Rechts-, Markt- und Machtverhältnisse mit sich brachten, und über die Vorgänge im Bauernkrieg in Kenntnis.
Graf Albrecht trat als Anhänger der Reformation 1526 dem ersten Bündnis der evangelischen Fürsten bei und wurde in der Folge der Auseinandersetzungen von Kaiser Karl V. mit der Reichsacht belegt. Erst 1552 konnte er nach Mansfeld zurückkehren, erlangte jedoch seine frühere Bedeutung nicht mehr und starb am 4. März 1560 in seiner Saigerhütte im thüringischen Leutenberg.
Graf Albrecht ist insbesondere als Förderer der Reformation und Freund Luthers - er war auch bei dessen Tod in Eisleben anwesend - in die Geschichte eingegangen. Aber immer noch steht eine umfassende Würdigung seiner Persönlichkeit aus.