30 Jahre, 6 Stätten, ein Welterbe

Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg feiern die Eintragung in die Welterbeliste im Jahr 1996 

Großes Bürgerfest am 20. Juni rund um Luthers Sterbehaus eröffnet Jubiläumsprogramm

Die Lutherstadt Eisleben feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Vor 30 Jahren wurden die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Aus diesem Anlass laden die LutherMuseen, die Lutherstadt Eisleben und zahlreiche Partner am 20. Juni zu einem großen Bürgerfest rund um Luthers Sterbehaus und den Vikariatsgarten ein.

„Die Aufnahme in das Weltkulturerbe prägt unsere Stadt bis heute. Darauf können wir stolz sein“, betont Eislebens Bürgermeister Carsten Staub. „Zugleich muss Welterbe lebendig bleiben und Orte schaffen, an denen Menschen sich begegnen und sich mit ihrer Stadt identifizieren. Junge Menschen sollen sagen: Das ist meine Stadt. Sie gehört zu mir.“

Die UNESCO zeichnete die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg im Dezember 1996 als Kulturerbe der Menschheit aus. Zu den Welterbestätten in Eisleben gehören Martin Luthers Geburts- und Sterbehaus – authentische Erinnerungsorte von internationaler Bedeutung und wichtige Zeugnisse der Reformationsgeschichte.

Den Auftakt des Jubiläums bildet am Samstag, dem 20. Juni, um 11 Uhr, ein Festakt in der St.-Andreas-Kirche. Im Anschluss trägt sich Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra im Rathaus der Lutherstadt Eisleben in das Goldene Buch der Stadt ein.

Ab 13 Uhr verwandelt sich das Areal rund um Luthers Sterbehaus in eine lebendige Festmeile für die ganze Familie. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Mitmachaktionen, Kinderangeboten, Gesprächen, kulinarischen Spezialitäten und kulturellen Höhepunkten. Auf der Bühne sorgen unter anderem die „Barbarossa Pipes & Drums“, die Band „Golden Mary“, der Frauenchor Volkstedt sowie der Partychor „MSH singt“ für Unterhaltung.

Ein besonderer Programmpunkt ist der UNESCO-Talk um 18 Uhr. Gemeinsam mit Radio-Brocken-Moderator Stephan Baier spricht Dr. Thomas T. Müller, Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, über Chancen und Herausforderungen des Welterbestatus.

Für Bürgermeister Carsten Staub ist das Jubiläum weit mehr als ein Rückblick auf die Vergangenheit: „Darin liegt unsere Aufgabe für die kommenden Jahrzehnte: Nicht nur Gebäude zu erhalten, sondern Begeisterung weiterzugeben. Der Welterbetitel ist deshalb Verpflichtung und Chance zugleich.“

Auch über das Jubiläumswochenende hinaus wird das Welterbe in den Mittelpunkt gerückt. Von Juli bis Dezember stehen die einzelnen Welterbestätten der Luthergedenkstätten mit Sonderführungen, Vorträgen, Konzerten und besonderen Aktionen im Fokus. Im August wird dabei Luthers Sterbehaus in Eisleben besonders gewürdigt.

Die Lutherstadt Eisleben lädt alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus nah und fern herzlich ein, gemeinsam 30 Jahre UNESCO-Welterbe zu feiern und die Geschichte an den authentischen Orten der Reformation neu zu entdecken.

Bürgerfest „30 Jahre UNESCO-Welterbe“
Samstag, 20. Juni 2026
ab 13 Uhr
Luthers Sterbehaus und Vikariatsgarten
Andreaskirchplatz 7, Lutherstadt Eisleben

Der Eintritt ist frei.

Am Sonntag, 21. Juni, wird um 10:00 Uhr in Luthers Taufkirche St. Petri und Pauli Eisleben ein Festgottesdienstmit Landesbischof Friedrich Kramer von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gefeiert. 

Übrigens: Anlässlich des Jubiläums erscheint ein neuer 0-Euro-Schein, der die Welterbestätten in Luther­stadt Wittenberg und Lutherstadt Eisleben würdigt. Der beliebte Sammlerschein ist in zwei limitierten Varianten u. a. in den Tourist-Informationen Wittenberg und Eisleben für 4 Euro (mit Silberhologramm) oder für 6 Euro (mit Goldhologramm) pro Stück erhältlich.

Im Rahmen des Jubiläums steht, beginnend mit dem 7. Tag eines Monats, von Juli bis Dezember, jeweils eine andere Welterbestätte im Mittelpunkt. Damit wird an den Tag der Eintragung in die Welterbeliste am 7. Dezember 1996 erinnert. Zum Programm gehören Events, Sonderführungen, Konzerte, Vorträge und Mitmachangebote. Auch der Brief Luthers an Kaiser Karl V., der zum Weltdokumentenerbe zählt und in der Regel im Depot der LutherMuseen aufbewahrt wird, soll im Augusteum Wittenberg und im Sterbehaus Eisleben an jeweils einem Tag im Original präsentiert werden. Die genauen Termine dafür werden noch bekanntgegeben. Zum Finale ist Anfang Dezember ein Festakt in Wittenberg geplant.