Lesewettbewerb der Grundschulen 2026
Am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, wurde die ehemalige Markthalle am Katharinenstift zum Schauplatz eines besonderen Wettbewerbs: Hier fand der Lesewettbewerb der Grundschulen statt.
Bereits zum 14. Mal richtete die Stadtbibliothek der Lutherstadt Eisleben diesen Wettbewerb mit viel Engagement und Liebe zum Detail aus. Nachdem in den vergangenen Jahren verschiedene interessante Veranstaltungsorte für die passende Atmosphäre sorgten, bot nun zum wiederholten Mal die historische Markthalle den würdigen Rahmen für das Finale.
Mit einer gehörigen Portion Lampenfieber machten sich die Schulsiegerinnen und Schulsieger auf den Weg nach Eisleben. Vertreten waren die fünf Grundschulen der Lutherstadt Eisleben sowie die Grundschulen aus Erdeborn, Röblingen, Klostermansfeld, Ahlsdorf, Heiligenthal und Helbra.
Begrüßt wurden die Grundschüler von Bürgermeister Carsten Staub. Der begeisterte Leser drückte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen und betonte: „Vor jedem, der hier teilnimmt, habe ich großen Respekt, denn es ist schon eine beachtliche Leistung, vor so vielen Menschen vorzulesen.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten sich in zwei Leserunden beweisen. Zunächst präsentierten sie einen selbst ausgewählten und vorbereiteten Text. Anschließend galt es, einen unbekannten Auszug aus einem Buch vorzulesen. Die Leiterin der Stadtbibliothek hatte hierfür die Textstellen ausgewählt und markiert.
Jede Leserunde dauerte etwa zwei Minuten. Die Jury bewertete die Vorträge nach festgelegten Kriterien. In diesem Jahr gehörten Heiner Urmoneit - Zentrum Taufe / St. Petri-Pauli-Kirche, Matthias Dominka – Leiter Fachbereich 2 Finanzen der Stadtverwaltung sowie die Leiterin der Stadtbibliothek Cornelia dem Bewertungsgremium an.
In die Bewertung flossen unter anderem das Textverständnis, Lesetechnik, Interpretation sowie die Auswahl der Textstelle beim vorbereiteten Vortrag ein. Besonders geachtet wurde auf eine deutliche Aussprache, eine passende Betonung, eine abwechslungsreiche Stimmlage und ein flüssiges Lesen. Ebenso spielte die Frage eine wichtige Rolle, ob es den Vorlesenden gelang, die Stimmung und die Handlung des Textes lebendig zu vermitteln. Kleine Versprecher wurden dabei ausdrücklich nicht bewertet. Für jedes Kriterium konnten die Jurorinnen und Juroren bis zu fünf Punkte vergeben.
Nach über zwei Stunden voller spannender Vorträge zog sich die Jury zur Beratung zurück. Die Entscheidung fiel nicht leicht, denn das Niveau der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war erneut beeindruckend hoch. Nach intensiven Diskussionen standen schließlich die Ergebnisse fest.
In der Klassenstufe 2 erreichte Matteo Windischmann von der Grundschule „Thomas Müntzer“ die höchste Punktzahl.
In der Klassenstufe 4 setzte sich Mattis Machleb ebenfalls von der Grundschule „Thomas Müntzer“ durch.
Besonders spannend wurde es in der Klassenstufe 3, denn hier ging es gleichzeitig um die Qualifikation für den Lesewettbewerb des Landkreises Mansfeld-Südharz / Regionalentscheid. Am Ende konnte sich Leticia Trinks von der „Landschule Osterhausen“ durchsetzen.
Somit hat sich Leticia für den Regionallesewettstreit des Landkreises Mansfeld-Südharz am 10.Juni 2026 in Hettstedt qualifiziert. Mit einer erfolgreichen Teilnahme könnte Leticia sogar der Einzug in den Lesekönig-Wettbewerb Sachsen-Anhalts in Magdeburg gelingen.
Dafür drücken wir Leticia ganz fest die Daumen und wünschen viel Erfolg auf dem weiteren Weg.
Neben einer Teilnehmerurkunde erhielten die Bestplatzierten als Anerkennung ein Buch sowie ein kleines Souvenir der Stadtbibliothek Eisleben.
Auch die mitgereisten Eltern und Großeltern verfolgten die Vorträge mit großer Freude und fieberten bei jeder Leserunde mit.
Bevor die Siegerinnen und Sieger bekannt gegeben wurden, erklärte Cornelia Jauernick im Namen der Jury, dass die Auswahl eines Gewinners noch nie einfach gewesen sei. In diesem Jahr jedoch sei die Entscheidung besonders schwergefallen. Letztlich habe sich die Jury für Leticia entschieden, weil sie am Ende in den entscheidenden Details einen kleinen Vorsprung erzielen konnte.
Als Leiterin der Stadtbibliothek setzt sich Frau Jauernick gemeinsam mit ihrem Team seit vielen Jahren für die Leseförderung in den Grundschulen ein. Fast wöchentlich besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schulen, um Kindern die Freude am Lesen näherzubringen.
Dabei zeigt die Stadtbibliothek immer wieder, dass sie weit mehr ist als ein Ort zum Ausleihen von Büchern. Vorlesestunden, Spielenachmittage, Vorträge, Experimente und zahlreiche weitere Veranstaltungen machen die Bibliothek zu einem lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt.
Ein Besuch lohnt sich daher jederzeit.
Das Team der Stadtbibliothek bedankt sich herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen des Stadtlesewettbewerbs beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Grundschulen, denn ohne deren engagierte Vorbereitung wäre ein Wettbewerb dieser Art nicht möglich.
Ebenso bedankt sich die Stadtbibliothek bei den Jurymitgliedern Herrn Urmoneit und Herrn Dominka.