Ernst Leuschner (1826 - 1898)

Am 23. Februar 1826 wurde Ernst Leuschner im niederschlesischen Waldenburg geboren. Er besuchte in Breslau das Gymnasium und studierte an den Hoch- und Fachschulen von Berlin, Breslau und Halle/Saale. Danach trat er in den Staatsdienst ein und bekleidete verschiedene Positionen. Zunächst arbeitete Leuschner als Betriebsbeamter in Waldenburg, danach als Berggeschworener beim Salzwerk von Bad Dürrenberg, später als Bergmeister und königlicher Bergrat in Saarbrücken, anschließend als Oberbergrat und Mitglied des königlichen Oberbergamtes in Halle/Saale und danach als Bergamtsdirektor von Tarnowitz in Oberschlesien.
Am 7. Oktober 1861 wurde Leuschner im Alter von 36 Jahren von der Mansfelder Kupferschieferbauenden Gewerkschaft als Oberberg- und Hüttendirektor nach Eisleben berufen. Dort übernahm er die Oberleitung der gesamten gewerkschaftlichen Werke. 1872 wurde er zum Geheimen Bergrat ernannt und mit zahlreichen Orden und Ehrungen ausgestattet. Seit 1879 war Leuschner Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und seit 1882 Mitglied des Reichstages, dem er bis zu seinem Tod am 3. Mai 1898 angehörte. Außerdem war er Mitglied des Volkswirtschaftsrates und des Staatsrates.
Zur Erinnerung an diese Führungspersönlichkeit des Mansfelder Bergbaus wurde von Anton Seffner das Leuschner-Denkmal geschaffen, das im Stadtpark in der Oberen Parkstraße in Eisleben seinen Standplatz gefunden hat.