Friedrich August Quenstedt (1809 - 1889) Geologe, Paläontologe, Mineraloge und Kristallograf

Friedrich August Quenstedt wurde 1809 in Eisleben geboren, wo er bis 1830 lebte. Seit dem Jahre 1830 studierte er in Berlin bei Christian Samuel Weiss "Geognosie", d. h. die Lehre von der Struktur und dem Bau der festen Erdkruste. Im Jahre 1837 übernahm er den neu geschaffenen Lehrstuhl für Mineralogie und Geognosis an der Universität Tübingen. Er begründete die noch junge Geologie als eigenständigen Wissenschaftszweig im Königreich Württemberg. Den Lehrstuhl hatte er 52 Jahre inne. Seine Amtszeit ist als "Quenstedt- Ära" in die Annalen des Geologischen Instituts eingegangen.
Sein Hauptverdienst ist die intensive Erforschung der Juraformation der Schwäbischen Alb. Zur geologischen Altersbestimmung verwendete er, wie der Engländer William Smith, Leitfossilien. Nach ihm benannt ist die „Quenstedtsche“ Gliederung der Feinschichten der Jura, die erst 1973 von einer internationalen Gliederung abgelöst wurde. Der geborene Eisleber verstarb am 21. Dezember 1889 in Tübingen.