Fördermittel für Hedersleben
Lutherstadt Eisleben. Die ehemalige Gaststätte „Zum Falken“ in Hedersleben im Landkreis Mansfeld-Südharz wird zu einem generationenübergreifenden Begegnungsort umgestaltet. Für dieses Vorhaben hat Sozialministerin Petra Grimm-Benne heute einen Förderbescheid über rund 99.300 Euro an Carsten Staub, den Bürgermeister der Lutherstadt Eisleben, überreicht. Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes. Angesichts des großen Modernisierungs- und Renovierungsbedarfs von Jugendeinrichtungen hat sich Sachsen-Anhalt als einziges Bundesland dazu entschlossen, mit den Sonderinvestitionsmitteln gezielt Jugendtreffs und Jugendzentren durch Vollfinanzierung in Kommunen zu unterstützen. Sozialministerin Petra Grimm-Benne sagte vor Ort: „Mit dem Sondervermögen investieren wir ganz bewusst in kommunale Einrichtungen, die in die Jahre gekommen sind. Hier in Hedersleben haben wir ein besonderes Projekt, das neben Jugendlichen auch älteren Menschen einen neuen Anlaufpunkt im Dorf bieten soll. Junge und ältere Menschen brauchen Räume, in denen sie Gemeinschaft und Zugehörigkeit erleben. Investitionen in Treffpunkte für Jung und Alt sind auch Investitionen in den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Zukunftsfähigkeit der Region. Egal ob auf dem Land oder in der Stadt: Die Fördermittel senden ein Zeichen an die Jugendlichen und Seniorinnen sowie Senioren, dass sie gesehen, gebraucht und unterstützt werden.“ Eislebens Bürgermeister Carsten Staub ergänzt: „Der Jugendclub wird von den jungen Menschen im Ort angenommen und ist ein wichtiger Treffpunkt. Mit dem barrierefreien Zugang und der Aufwertung der Räumlichkeiten schaffen wir nun zusätzliche Möglichkeiten und öffnen den Ort noch stärker für Begegnung – über Generationen hinweg. Mein besonderer Dank gilt dabei den Mitarbeitenden des Jugendclubs, die mit viel Engagement und Herzblut dafür sorgen, dass aus Räumen echte Orte der Gemeinschaft werden. Ebenso wichtig ist die Arbeit unseres Heimatvereins, der das gesellschaftliche Leben in Hedersleben mit großem ehrenamtlichem Einsatz prägt und immer wieder Menschen zusammenbringt. Genau dieses Zusammenspiel macht für mich den Wert des Projektes aus: Wir investieren nicht nur in Gebäude und Ausstattung, sondern in Begegnung, Teilhabe und das Miteinander im Ort. Denn eine lebendige Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen unterschiedlichen Alters nicht nebeneinander, sondern miteinander leben.“ Mithilfe der Förderung soll im Dorfgemeinschaftshaus Hedersleben ein sozialer Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen geschaffen werden, um den Austausch zu fördern, die Dorfgemeinschaft zu stärken und Einsamkeit vorzubeugen. Das Konzept der Lutherstadt für den neuen „Generationentreff“ umfasst ein Begegnungscafé, Workshops, kreative und handwerkliche Angebote sowie Projekte und Veranstaltungen. Doch davor stehen einige Arbeiten an: Nach dem Abriss der Einbauten und der Küche in der ehemaligen Gaststätte, sollen unter anderem die Elektrik und die Beleuchtung umfassend modernisiert werden. Die alte Holzdecke weicht für eine moderne Konstruktion aus Trockenbau. Nach den Malerarbeiten sollen dann neue und ansprechende Möbel in die Räume einziehen. Und um den Zugang für Alle gleichermaßen zu ermöglichen, wird die Treppenanlage erneuert und um eine Rampe ergänzt. Insgesamt stehen mit dem Sondervermögen Infrastruktur 15,45 Millionen Euro für Einrichtungen der Jugendarbeit zur Verfügung. Landkreise, kreisfreie Städte, Einheits- und Verbandsgemeinden sowie freie Träger der Jugendhilfe können ihre Vorhaben für 2027 bis 1. Oktober 2026 anmelden. Gefördert werden u.a. Sanierungen, Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit sowie Ausstattungsgegenstände wie Möbel und Elektrogeräte und mobile Angebote der Jugendarbeit.
Alle Infos und Antragsunterlagen finden sich unter: https://lsaurl.de/SonderinvestJugendarbeit.