Schäden vermeiden, bevor sie entstehen - Eisleben erhält 4.400 Euro von der ÖSA

Ein bewährter Termin, ein freundlicher Besuch und ein besonders erquicklicher Blick auf einen symbolischen Scheck: Die ÖSA waren in der vergangenen Woche zu Gast im Rathaus der Lutherstadt Eisleben.

Und obwohl der Termin inzwischen schon fast Tradition hat, ist die Freude darüber keineswegs geringer. „Alle Jahre wieder – und dabei ist noch gar nicht Weihnachten“, scherzte Bürgermeister Carsten Staub. Anlass für die gute Stimmung war die schadenquotenabhängige Gewinnbeteiligung der ÖSA. Für die niedrige Schadenquote im Jahr 2025 erhält die Lutherstadt Eisleben 4.400 Euro.

Den symbolischen Scheck überreichten ÖSA-Geschäftsstellenleiterin Janet Woziwodzki und ÖSA-Direktionsbeauftragter Holger Günther an Bürgermeister Carsten Staub.

Hinter der erfreulichen Summe steckt ein durchaus ernstes Thema: Schäden möglichst zu vermeiden, bevor sie entstehen. Durch regelmäßige Instandhaltung, technische Modernisierung und vorausschauende Maßnahmen kann die Schadenquote kommunaler Einrichtungen dauerhaft reduziert werden. Davon profitieren letztlich alle Beteiligten.

„Prävention greift – und wenn am Ende weniger Schäden entstehen, geben wir gerne etwas von dem Geld zurück, das nicht für die Regulierung von Schäden benötigt wurde“, erklärte Janet Woziwodzki. „Natürlich lassen sich beispielsweise Leitungswasserschäden nicht immer vollständig vermeiden. Entscheidend ist aber, Schäden möglichst früh zu erkennen und ihre Auswirkungen zu begrenzen. Davon profitieren nicht nur die kommunalen Haushalte. Auch wichtige Einrichtungen wie Kitas, Schulen oder Rathäuser bleiben im besten Fall uneingeschränkt funktionsfähig.“

Bürgermeister Carsten Staub zeigte sich gleich in doppelter Hinsicht erfreut. „Wir können als Stadt dankbar sein, dass wir im vergangenen Jahr von größeren Unwettern und außergewöhnlichen Schadensereignissen weitgehend verschont geblieben sind. Und wenn dann eine gute Schadenbilanz auch noch dazu führt, dass wir eine Gewinnbeteiligung erhalten, freut uns das natürlich umso mehr. Hinzu kommt, dass wir die Zusammenarbeit mit der ÖSA auch dann als sehr zuverlässig erleben, wenn doch einmal etwas passiert. Die Abwicklung erfolgt unkompliziert und partnerschaftlich.“

Dass die Lutherstadt Eisleben heute vergleichsweise niedrige Schadenquoten verzeichnen kann, ist keine Selbstverständlichkeit. In früheren Jahren sah die Bilanz durchaus anders aus. Gerade deshalb versteht die Stadt die Gewinnbeteiligung auch als Anreiz, weiterhin auf vorausschauende Schadenprävention zu setzen.

Die ÖSA unterstützt ihre kommunalen Partner dabei nicht nur durch die Gewinnbeteiligung, sondern auch bei konkreten Präventionsmaßnahmen. So fördert sie unter anderem moderne Leckageschutzsysteme für öffentliche Gebäude. Diese können mögliche Wasserschäden frühzeitig erkennen und bei Bedarf die Wasserzufuhr automatisch unterbrechen, bevor aus einem kleinen Leck ein großer Schaden wird.

Auch bei der Anschaffung weiterer Technik zur Schadenvermeidung und Gefahrenabwehr berät und unterstützt die ÖSA Kommunen – beispielsweise bei Brand- und Einbruchmeldeanlagen sowie bei moderner Technik für Feuerwehren und den Bevölkerungsschutz.

Holger Günther betonte die Bedeutung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit: „Schadenprävention funktioniert am besten, wenn alle Beteiligten gemeinsam und langfristig handeln. Die Kommunen investieren in den Werterhalt ihrer Gebäude und Einrichtungen, und wir unterstützen sie dabei mit unserer Erfahrung und konkreten Präventionsmaßnahmen. Das senkt Risiken und hilft am Ende allen.“

Wofür die 4.400 Euro konkret eingesetzt werden, steht derzeit noch nicht abschließend fest. An Ideen mangelt es allerdings nicht. Bürgermeister Carsten Staub denkt dabei unter anderem an Maßnahmen, die unmittelbar den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen könnten. „Wir haben noch keine abschließende Entscheidung getroffen, aber natürlich schon einige Ideen. Denkbar wären beispielsweise zusätzliche Aufenthalts- und Verweilmöglichkeiten entlang des Hainbuchenwegs oder am Kupferspurenradweg. Wichtig ist uns, dass die Mittel sinnvoll eingesetzt werden und möglichst vielen Menschen zugutekommen.“

Eines steht jedoch schon jetzt fest: Vorbeugen lohnt sich. Und wenn einmal ein Jahr ohne größere Schäden vergeht, darf man sich darüber nicht nur freuen – man darf diese Freude in Eisleben sogar auf einem Scheck ablesen.