Es ist geschafft – die neue Pumptrackanlage ist eröffnet
Eisleben, Wiesengelände, 25.09.2026
Nach nur drei Monaten Bauzeit konnten Kinder und Jugendliche die Erweiterung der Skateranlage am Wiesengelände in Besitz nehmen.
Bürgermeister Carsten Staub, der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Andreas Gräbe und Marcus Pollit von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Mansfelder Land“ als Fördermittelgeber übergaben die neue Pumptrackanlage direkt neben der Skateranlage feierlich ihrer Bestimmung.
Ein Pumptrack ist ein Rundkurs, der so angelegt ist, dass man sich ohne Pedalieren allein durch eine „pumpende“ Körperbewegung fortbewegen kann. Durch die richtige Gewichtsverlagerung beim Überfahren der Wellen wird Geschwindigkeit aufgebaut – und wer es beherrscht, kann dabei auch den einen oder anderen atemberaubenden Sprung wagen.
Es ist schon ein wenig her:
Im Dezember 2021 präsentierten die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses der Lutherstadt Eisleben erstmals die Vision einer Pumptrackanlage für die Lutherstadt. Im Juni 2022 wurde das Projekt der LAG „Mansfeld-Südharz“ als Fördermittelgeber vorgestellt. Im Mai 2025 wurde schließlich das Planungsbüro Planerzirkel h.g. Kleymann aus Halle mit der Planung der Pumptrackanlage beauftragt.
Zur Finanzierung erhielt die Lutherstadt Eisleben im August 2025 einen Zuwendungsbescheid Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Süd mit einer Förderung in Höhe von 120.000 Euro.
Umgesetzt wurden die umfangreichen Bauarbeiten durch die Helbraer Baufirma Kutter HTS und Dirt Ways aus Herzogenaurach. Letztere übernahm die Modellierung und Asphaltierung der für einen Pumptrack typischen Wellen und Steilkurven.
Zunächst wurde das Gelände grob modelliert, damit sich die Anlage harmonisch in die vorhandene Landschaft einfügt. Danach erfolgten der Bodenabtrag und der Einbau einer rund 115 Kubikmeter umfassenden Frostschutzschicht.
Anschließend ging es mit Bagger und Rüttelplatte an die eigentliche Modellierung des Pumptracks. Für die charakteristischen Erhebungen, Kurven und Täler wurden rund 650 Tonnen Zechstein verbaut.
Danach war Handarbeit gefragt: Rund 40 Tonnen Asphalt wurden eingebaut. Etwa zwölf Mitarbeiter verteilten und verarbeiteten den Asphalt per Schubkarre auf der Anlage. So entstand eine rund fünf Zentimeter starke Asphaltschicht.
Die zukünftigen Nutzer waren von Anfang an dabei
Bereits bei den ersten Besprechungen waren sich alle Beteiligten einig: Die Anlage soll nicht ohne die zukünftigen Nutzer geplant werden. Deshalb fand im August 2025 direkt vor Ort ein Workshop statt, an dem zahlreiche interessierte Kinder und Jugendliche teilnahmen.
Das Ergebnis: Die Planung wurde noch einmal optimiert. Leider – aber auch verständlich – stiegen damit die Kosten von ursprünglich 165.000 Euro auf insgesamt 250.000 Euro.
Bereits bei der Auswertung des Workshops signalisierte der Stadtrat, diese Kosten mitzutragen. Den Vertretern war wichtig, dass eine Anlage entsteht, die auch in vielen Jahren noch interessant und anspruchsvoll ist.
Mit der Erhöhung stieg der Eigenanteil der Stadt auf 130.000 Euro, der unter anderem aus dem Sondervermögen „Infrastruktur Bund“ finanziert werden konnte.
Was nun noch folgt, sind die Gestaltung des Umfeldes: Rund um den Rundkurs entstehen Sitzmöglichkeiten, Rasenflächen sowie Bepflanzungen mit Bäumen und Sträuchern. Drei Lichtmasten sorgen für die notwendige Beleuchtung.
Jetzt gehört die Anlage den Kindern und Jugendlichen
Bevor Bürgermeister Carsten Staub den Kindern und Jugendlichen eine unfallfreie Nutzung und viel Spaß auf der neuen Anlage wünschte, hatte er noch eine Bitte: Sie sollten gut auf das achten, was hier geschaffen wurde. Die Anlage solle als „ihre“ Anlage angesehen werden, damit sie lange genutzt werden kann und von Vandalismus verschont bleibt.
Bevor es zum symbolischen Banddurchschnitt kam, richtete Andreas Gräbe noch einige Worte an die anwesenden Jugendlichen. Der Stadtentwicklungsausschuss, aber auch alle anderen Mitglieder des Stadtrates, seien offen für Ideen und Anregungen aus der Sicht der Jugendlichen.
„Uns fehlt manchmal dieser Blick.“
Und dann gab es kein Halten mehr.
Alles, was Räder hatte, testete die neue Anlage auf Herz und Nieren. Erstaunlich für die Zuschauer: Alle Kinder und Jugendlichen kamen der Aufforderung „Bitte fahrt mit Helm!“ nach und sausten schon nach kurzer Zeit sicher durch die Kurven und über die Wellen.
Motiviert von den zahlreichen jungen Testfahrern griff sich schließlich auch Bürgermeister Carsten Staub einen Helm und ein Bike und probierte die neue Anlage selbst aus.
Damit war endgültig klar: Der Pumptrack ist angekommen.
Wir wünschen allen, die diese Anlage nutzen, eine gute und sichere Fahrt, schwungvolles Pumpen und jede Menge Nervenkitzel beim Springen!