Letzte Gelegenheit für eine Reise durch mehr als 6.000 Jahre Bergbaugeschichte

Wanderausstellung „Erst 825 Jahre Bergbau im Landkreis Mansfeld-Südharz? – Eine archäologische Spurensuche“ am 30. August zum letzten Mal im Historischen Stadtarchiv Lutherstadt Eisleben zu sehen

Wer mehr über die mehr als 6.000-jährige Geschichte des Bergbaus im Landkreis Mansfeld-Südharz erfahren möchte, hat dazu am Sonntag, dem 30. August, zum letzten Mal Gelegenheit. Im Rahmen des 21. Spaziergangs auf dem Lutherweg ist die Wanderausstellung „Erst 825 Jahre Bergbau im Landkreis Mansfeld-Südharz? – Eine archäologische Spurensuche“ noch einmal im Historischen Stadtarchiv Lutherstadt Eisleben zu sehen. Anschließend kehren die Exponate in die verschiedenen Museen und Sammlungsdepots zurück.

Auch die beiden Sandsteinplastiken der Bergknappen Nappian und Neucke weisen am 30. August zum letzten Mal den Weg in die Ausstellung. Die legendären Begründer des Mansfelder Kupferschieferbergbaus sollen der Überlieferung zufolge im Jahr 1199 bei Hettstedt auf Kupfervorkommen gestoßen sein. Nach dem Ende der Wanderausstellung kehren sie an ihren angestammten Platz in Luthers Geburtshaus zurück.

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Exponaten aus dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, dem Spengler-Museum Sangerhausen sowie den Regionalgeschichtlichen Sammlungen Eisleben erzählen die Sandsteinfiguren die Geschichte des Bergbaus in der Region weit über das traditionelle Bergbaujubiläum von 825 Jahren hinaus. Vorangegangene Stationen der Wanderausstellung waren das Mansfeld-Museum in Hettstedt und das Spengler-Museum in Sangerhausen.

„Wir freuen uns über die große Resonanz, die wir mit diesem Beitrag zum 825-jährigen Bergbaujubiläum in Mansfeld-Südharz erzielen konnten“, resümiert Mike Leske, Geschäftsführer von Erlebniswelt Museen. Insgesamt haben mehrere tausend Besucherinnen und Besucher die Ausstellung an den drei Stationen gesehen.

Die Ausstellung macht deutlich, dass die Geschichte des Bergbaus in der Region bereits in der Jungsteinzeit mit dem Abbau von Feuerstein begann. „Im Laufe der Vorgeschichte sind weitere Formen prähistorischer Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen wie Salz, Kupfer und Eisen nachweisbar“, erklärt Dr. Anne-Kathrin Kokles. Die Archäologin, die für ihre Doktorarbeit erst kürzlich mit dem Mitteldeutschen Archäologiepreis ausgezeichnet wurde, hat die Ausstellung kuratiert.

Dabei lässt sich nicht jede Form der Rohstoffgewinnung archäologisch unmittelbar nachweisen. „Auch wenn wir nicht immer die Gewinnung von Rohstoffen archäologisch belegen können, finden sich zumindest Hinweise auf deren Verarbeitung“, so Kokles.

Konzipiert und umgesetzt wurde das Projekt von Erlebniswelt Museen. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Ideenwettbewerb REVIERPIONIER des Landes Sachsen-Anhalt.

Das Historische Stadtarchiv der Lutherstadt Eisleben, Andreaskirchplatz 10, ist am Sonntag, dem 30. August, von 15:30 bis 17 Uhr geöffnet.