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Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit

von Gudrun Riedel

Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit von Gudrun Riedel Auf dem Jahreskalender der Chorformationen Regionalchor der Lutherstadt Eisleben, dem Männerchor Wippra, dem Südharzer Kirchenchor und Mitgliedern der Singakademie Wernigerode, die alle von Diplomdirigent Joachim Brust betreut werden, steht das Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit dick angestrichen im Kalender und ist zu einem MUSS der Chöre geworden. Von Chor zu Chor fährt Joachim Brust, berät über Chorliteratur und Solisten, hilft vor Ort bei der Einstudierung der Chöre und studiert dar selbst bei Bedarf das Chormaterial mit den Chören ein, Er organisiert Sponsoren und hält Kontakte zum Leipziger Sinfonieorchester und zur Spezialmusikhochschule Detmold und hier vor allem zu Prof. Petr Oczkowski, mit dem er seit Jahr und Tag engstens zusammenarbeitet, Konzerte vorbereitet und sich mit viel Liebe und Engagement um Solisten kümmert, die in der Lutherstadt zu besonderen Konzerten auftreten und ihr Können unter Beweis stellen. Seit Jahr und Tag war es Joachim. Brust, der in wunderbarer Art und Weise mit dem Pianisten und jetzigen Dozenten an der Detmolder Musikhochschule Oczkowski diesen besonderen Tag der Deutschen mit unterschiedlichen Orchestern, Chören und Solisten vorbereitet und bestrebt ist, mit immer neuen Instrumentalisten die Konzerte zu einem besonderen Musikerlebnis führt. Mit dem Weggang Oszkowski nach Detmold an die dortige Musikhochschule setzte dieser aber trotzdem allen Ehrgeiz an den Tag, mit Chordirigenten Brust jungen Musikbegabten der Musikhochschule und der Region, in der Lutherstadt eine Plattform zu geben, um ihr Erlerntes auf den verschiedenen Instrumenten vor Publikum zu präsentieren. Und das klappt vorzüglich zwischen den beiden Männern und den ihnen anvertrauten Studenten und Chören. Diese vor Jahren begonnene begnadete Zusammenarbeit war die Geburtsstunde einer hochinteressanten Musik-.und Konzertserie, die es bis dato in dieser Form in der Lutherstadt noch nie gegeben hatte und wegen der musischen hohen Qualität seit Jahren für Furore sorgt. Es ist eine Beziehung auf Augenhöhe, von der nicht nur die beiden Enthusiasten profitieren, sondern alle Konzertbesucher, die zu Liebhabern dieser Spezies wurden. Und man kann sagen, das sind im Laufe der letzten Jahre tausende Begeisterte geworden, die regelmäßig zu Sponsoren und enthusiastische Besucher wurden. Mag es der Bösendorf-Flügel gewesen sein, auf dem in bester Manier Oszkowski spielte und er so zwangsläufig die ersten Konzerte fast ausschließlich diesem Meisterinstrument und der Klaviermusik widmete. Um das Publikum mit besten und bekannten Kompositionen zu verwöhnen, brachte er jedoch auch seine Meisterschüler aus Detmold in die Lutherstadt mit, ließ sie auf dem brillanten Instrument konzertieren, Publikumsluft spüren und bewirkte, dass über das herrliche Instrument auch die Spieler bekannt wurden und anfängliche Scheu und Respekt vor dem Instrument in Grenzen gehalten werden konnte. Die einzigartige Professionalität der jungen Pianisten wuchs von Konzert zu Konzert, und das Eisleber Publikum bedachte die jungen Detmolder Musikbegabungen mit reichlichem Beifall, so dass auch Scheu und Aufregung vor dem Publikum abgelegt werden konnte und die jungen Begabungen von Konzert zu Konzert an Sicherheit gewannen. Die Klavierkonzerte waren und sind Kult und sind keinesfalls nur für Kenner und Spezies konzipiert. Hinzu kommt, dass die Chemie zwischen Brust und Oszkowski stimmt und das brillante Instrument eine Brücke zwischen Mensch, Technik und Können schließt. Das passt einfach alles Gute zusammen und begeistert Spieler und Zuhörer gleichermaßen mit Elle und Richtscheid. Hunderte waren es in den zurückliegenden Jahren, die in unserer Stadt die Möglichkeit wahrnahmen, hochklassige Konzerte oder nur Klavierkonzerte jährlich zum Tag der Deutschen Einheit zu erleben. Und so ganz nebenbei entdeckten Brust und Oszkowski ihre gemeinsame Liebe zu Oratorien und Opernliteratur. Erinnert sei an die „Festzeiten“ 2012 des Löbejüner Komponisten Karl Löwe. Das wunderschöne aber musikalisch sehr anspruchsvolle Werk für Solisten, Chöre und Instrumentalisten war eine Herausforderung sondergleichen. Die Aufführung in der Andreaskirche begeisterte nicht nur die über 110 Sängerinnen und Sänger und Solisten. Mit der Einstudierung und Aufführung unter Leitung von Joachim Brust hat dieser seine Meisterprüfung abgelegt und bewiesen, zu welchen großen künstlerischen Leistungen Sänger, Solisten und Musiker fähig sind, wenn sie ordentlich fachlich geführt und geleitet werden. Über 500 Besucher feierten frenetisch die Ausführenden für eine grandiose Gesamtleistung. Das alles waren Geburtsstunden der Musikgeschichte von der Einstudierung bis über die Aufführung einiger bedeutender Musikwerke der Weltliteratur, die unvergesslich sind und Sängerschar. Gesamtleiter Joachim Brust, Orchester und die Solisten bewiesen, dass, wenn genügend Können, Wille und Ehrgeiz vorhanden sind, wird im Ensemble eine Gesamtleistung abgerufen, an die Besucher ein Leben lang denken werden. Denn an die Sänger und Instrumentalisten wird man ein Leben lang denken, da die künstlerischen Leistungen Herz und Verstand zum Glühen brachten. Die Konzerte ließen die Herzen der Zuhörer höher schlagen. Denn bis dato hatte es diese Art von Live-Musik nicht mehr gegeben, und so waren die Konzerte im Kloster Helfta im wahrsten Sinne des Wortes auch die Geburtsstunden einer einzigartigen Musikreihe mit der Präsentation von Meisterschülern, dem Pianisten Oszkowski und Chören der Region, die mit hohen musikalischen Anspruchswerken die Zuhörer verzauberten und mit frenetischem Beifall dankten. Eisleben hat dank Joachim Brust, den Sängerinnen und Sängern und dem Pianisten Oszkowski sowie den Hochbegabungen der Musikhochschule Detmold für die hiesigen Musikliebhaber eine Plattform mit einem wohlklingenden Konzertflügel gefunden und damit eine neue Musikwelle ins Leben gerufen die aus dem Kulturleben der Stadt und des Landkreises nicht mehr wegzudenken ist. Zum Tag der Deutschen Einheit 2014 hatten sich fünf Chöre um Diplomdirigent Joachim Brust zusammengefunden, die erneut Leckerbissen der Musikliteratur zur Aufführung brachten und das Publikum verzauberten. Kein geringeres als das Leipziger Sinfonieorchester musizierte. Und mit der „Leonoren-Ouvertüre“ von Ludwig van Beethoven war Brust ein exzellenter Programmauftakt gelungen, der die Besucher aufhorchen ließ, denn was dann folgte, war einfach ein Galageschenk für die Eisleber Besucher. Mit einem virtuosen Geigenspiel der erst 12 jährigen Solistin Gina Keiko Friesicke, sie ist Meisterschülerin an der Musikhochschule Detmold, Den Zuhörern war schnell klar: die Musik ist doch der größten Künste eine, wenn sie denn so, wie in Eisleben zu Gehör gebracht wird. das Publikum verzaubert und berauscht. Dieses dankte mit langanhaltendem Beifall der jungen hochtalentierten Instrumentalistin. Das war eine Glücksstunde für die Zuhörer, denn Henryk Wieniawskis Konzert für Violine und Orchester, gespielt in der Manier wie es die junge Geigerin (12) zu interpretieren verstand, wird wohl keiner so schnell wieder hören, und sie auch spielen zu sehen, war ein ästhetischer Genuss. Nicht enden wollender Beifall war verdienter Lohn des aufmerksamen und dankbaren Publikums, das sich wohl bewusst war, so ein exzellent gespieltes Violinkonzert nicht so schnell nicht wieder zu hören. Großartig! Für das Finale hatte Joachim Brust mit über 50 Choristen zur Interpretation von Beethovens Sinfonie Nr. 9 mit der berühmten "Ode an die Freude" von Schiller ausgewählt. Auch das junge Solistenquartett mit Julia Preußler (Sopran), Lena Carina Traupe (Alt), Stephan Scherpe (Tenor) und Felix Plock (Bariton) fügte sich souverän ein und überzeugte emotional und mühelos mit einer klanglich sauber aufeinander abgestimmten Darbietung. Jubelrufe waren Ausdruck von Freude. einer unbeschreiblichen Begeisterung, die aus dem Herzen kam und den Emotionen freien Lauf ließ, Emotionen, die die Musik auslöst und alle Sinne berührt. Die Besucher waren sich einig: das Konzert war ein Wahnsinn. Einmalig schön. „Die vielen Probenstunden haben sich gelohnt“, meinte eine Besucherin aus Hettstedt, die dankbar war, einen solchen schönen Musikabend zum Tag der Deutschen Einheit erlebt zu haben. Denn man spürte schon, dass jeder Chorist mit Herz und Verstand und seiner ganzen stimmlichen Gewalt bei der Sache war. Einmalig schön. Bravo!