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Generationenwald

Lutherstadt Eisleben – Saalewald bei Rothenschirmbach/Holzzelle

Zahlreiche Interessenten konnten die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Landesforstbetrieb Süd und die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben zum
2. Pflanztermin im Saalewald bei Rothenschirmbach/Holzzelle begrüßen.
Der Grund des Treffens war die Pflanzung von Roteichen im Generationenwald.
Bevor die Pflanzaktion begann wurde ein Schild enthüllt, welches auf den Generationenwald hinweist und wenn es nach den Vorstellungen von Manfred Kallmeier vom Landesforstbetrieb Süd und Revierleiter geht, dann werden hier noch viele Bäumchen gepflanzt, die einen Namen tragen.
Am 7. Juli 2015 fegte für etwa zehn Minuten ein furchtbarer Sturm übers Land. Allein in diesem Wald wurden etwa 1.500 bis 2.000 Festmeter Holz vernichtet. Das heißt, dass eine bis anderthalb Generationen Wald hier in zehn Minuten zerstört worden sind. Die Roteichen, die gepflanzt wurden, wachsen sicher hervorragend und lassen später hoffentlich auch das Herz jedes Försters ordentlich höher schlagen.
Nach dem Unwetter war die Idee schnell geboren und so wird unter der Federführung des Landkreises Mansfeld-Südharz in Wippa und hier in Rothenschirmbach, OT der Lutherstadt Eisleben, diese Stelle als Generationenwald wieder aufgeforstet.
Der Generationenwald ist somit ein symbolischer Neubeginn.
Für knapp 30 Mädchen und Jungen wurden an diesem Tag eine Roteiche gepflanzt.
Interessierte Eltern müssen sich einfach beim Landkreis anmelden und wenn sie mögen, wird in den Werkstätten des Christlichen Jugenddorfes (CJD) ein entsprechendes Holzschild mit den Namen der Kinder gefertigt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden.
Das Pflanzloch wurde bereits vom Landesforstbetrieb Süd vorgebohrt und so stehen die späteren Bäume akkurat im Abstand von 3 Meter. Mehrere Auszubildende standen mit ihren Ausbildern im Hintergrund bereit, um notfalls Unterstützung zu geben. Schnell ging es nicht voran, der Boden war durch die lange Trockenheit nur einige Zentimeter durchnässt, so dass kräftig angegossen werden musste.
Die Eisleber Familie Friesecke war mit ihren beiden Kindern und Oma Monika, die für die Fotos verantwortlich war, gekommen. Das Heft des Handelns hatte an diesem Tag Mutti Diana in den Händen, Papa Jens beobachtete gemeinsam mit den Söhnen Lemmy und Niklas das Geschehen. An diesem Tag wurde der Baum für Söhnchen Lemmy gepflanzt, der im März diesen Jahres geboren war.

„Ich finde die Aktion ganz toll“, sagte Mutti Diana, „Wir werden wohl öfter hierherkommen und schauen, ob das Bäumchen gut wächst.“ Zum Abschluss wurde ein kleines Holzschild mit Namen und Geburtsdatum des Kindes neben dem Baum eingeschlagen.
Auch die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben pflanzte gemeinsam mit Peter Edel, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, eine Roteiche.
Diese wurde, wie bereits im April diesen Jahres, mit einem Schild versehen, auf dem man lesen kann: „Für die Kinder der Lutherstadt Eisleben“.
Zuvor wurde ein Schild enthüllt, welches auf den Generationenwald hinweist.
Wenn es nach den Vorstellungen von Manfred Kallmeier vom Landesforstbetrieb Süd geht, dann werden hier noch viele Bäumchen gepflanzt, die einen Namen tragen.
    

Und woran erkennt man eine Roteiche, wenn sie mal größer ist und Blätter hat?
Die Blätter einer Roteiche sind spitz und verfärben sich im Herbst rot.
Es könnte zu einem Ritual werden, immer zum Geburtstag des Kindes trifft man sich an der Roteiche.
Im Frühjahr und im Herbst 2017 gibt es jeweils wieder einen Pflanztermin.