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"Große Preis des Mittelstandes - Finalist"

Vom Knobelbecher zum Premiumstiefel - EWS „Die Schuhfabrik“ e. K. – Lutherstadt Eisleben
Bei Feuerwehrstiefeln steht eines im Vordergrund: Die Sicherheit; daneben sollen sie praktisch sein und bequem. Schließlich müssen sich die Feuerwehrleute oft stundenlang in ihnen bewegen. Doch unansehnlich sollen die Stiefel auch nicht sein. Mit hochwertigen Feuerwehrstiefeln und Sicherheitsschuhen die all dies erfüllen und noch dazu schick aussehen, erarbeitete sich EWS „Die Schuhfabrik“ in Eisleben einen Platz unter den fünf führenden Herstellern in Europa.
Die Firma blickt auf eine 70jährige Geschichte zurück. Nach 1945 produzierte die Schuhfabrik Eisleben Arbeitsschuhe, im Volksmund Knobelbecher genannt. Nach der politischen Wende von 1990 kam es zur Zerreißprobe für das mittelständische Unternehmen und schließlich zur Insolvenz. Jörg Schlichting glaubte an die Zukunft und kaufte die marode Fabrik, die seither unter EWS „Die Schuhfabrik“ firmiert. Seit 2005 schreibt das Unternehmen Erfolgsgeschichte. Rund 525.000 Paar zertifizierungspflichtige normkonforme Sicherheitsschuhe wurden seitdem ausgeliefert. Mehr als 1.000 Händler kaufen regelmäßig bei EWS. So stieg der Umsatz von 2,5 auf 3,5 Mio. Euro.
Durch klare strategische Positionierung entwickelte sich die Firma zum Vollsortimenter bei einem Nischenprodukt, das auch weiterhin dringend gebraucht wird. Design und Technologie entstehen unter dem eigenen Dach der Firma. Kernprodukt ist der Feuerwehrstiefel. Doch allein damit könnte die EWS auf dem heißumkämpften Schuhmarkt nicht bestehen. Schuhe für den Rettungsdienst, für Forstarbeiter und für den Tiefkühlbereich vervollständigen die Produktpalette. Ein weiterer strategischer Markt sind Sicherheitsschuhe für Beschäftigte in Aluminiumwerken, Stahlwerken und Gießereien, dem so genannten Heißbereich.


Die Preisträger
 

Mit der Vermarktung hochwertiger, beratungsintensiver Produkte ist EWS kompetenter Problemlöser und Partner für die Industrie. Jörg Schlichting und seine 26 Mitarbeiter beweisen, dass Funktionalität und gutes Aussehen sich nicht ausschließen müssen. Und wer sagt denn, dass Arbeitsschuhe nicht auch schick sein dürfen? Daher brachte EWS das Modell „Pink Lady“ für weibliche Rettungskräfte heraus. Es wurde ebenso begeistert angenommen wie der Schnürstiefel „Pink fire“ für Feuerwehrfrauen.
Als mittelständisches Unternehmen erfüllt EWS auch Sonderwünsche bis hin zu Einzelanfertigungen, was größere Hersteller nicht leisten können. EWS kennt seine Klientel und deren Bedürfnisse und kann die Entwicklung neuer Produkte genau darauf abstimmen. Drei bis fünf neue Modelle von Schuhen kommen jährlich zur Marktreife. Feuerwehrstiefel werden in den Größen 34 bis 53 angefertigt. So finden sowohl die kleinsten als auch die größten Floriansjünger den passenden Schuh. Alle EWS-Produkte werden durch den TÜV Rheinland zertifiziert und überwacht.
Auf Grundlage des stabilen Geschäftsverlaufs der Schuhfabrik und der kontinuierlichen Nachfrage nach EWS-Produkten ist auch die Mitarbeiteranzahl konstant. Neueinstellungen werden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeberservice und Bildungsträgern vorgenommen. Die klassische Berufsausbildung gibt es bei EWS nicht mehr. Die Firma qualifiziert Jugendliche und Quereinsteiger praxisorientiert für die Tätigkeit im Unternehmen.
In der Region engagiert sich die Firma, indem sie verschiedene Vereine finanziell unterstützt. Beispielsweise die Lebenshilfe Mansfelder Land, die Luther-Gedenkstätten und natürlich die Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung.
EWS „Die Schuhfabrik“ e.K. wurde seit 2008 neunmal für den Wettbewerb nominiert. In diesem Jahr von der IHK Halle-Dessau