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11. Spaziergang auf dem Lutherweg Eisleben 2016

Man kann schon nach der nunmehr 11. Auflage dieses Spazierganges von einer Tradition sprechen.
Immerhin nahmen an diesem Spaziergang, bei hochsommerlichen Temperaturen, wieder zahlreiche Interessierte teil.
Obwohl die Strecke durch eine Lutherrose im Pflaster vorgegeben ist, werden die Veranstalter nicht müde, den in einem Rahmen gegossenen Spaziergang mit seinen 12 Stationen durch zahlreiche Aktionen zu beleben.

Bevor sich der Tross auf den Weg begab, wurde in der St. Petri-Pauli-Kirche / Zentrum Taufe, dem Taufort von Martin Luther (1483), ein Ökumenischer Gottesdienst gefeiert.
Im Anschluss wurden die Spaziergänger an der 1. Station, dem Luthergeburtshausensemble – Eislebenhof, durch die Pfarrerin der St. Petri-Pauli-Kirche / Zentrum Taufe, Frau Carstens-Kant, begrüßt, danach sprachen die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Jutta Fischer, die Landrätin des Landkreises Mansfeld –Südharz, Dr. Angelika Klein, der Direkter der Lutherhäuser in Eisleben, Daniel Leis und Dirk Spengler von der LECOBO Kaffeerösterei GmbH in Erfurt. Herr Spengler hatte an diesem Tag den Luther-Kaffee im Gepäck. Bei dem Luther-Kaffee handelt es sich um eine spezielle Mischung von Bohnen aus Boliven, Hunduras und Tansania. An dieser speziell für die Lutherstadt Eisleben kreierten Mischung waren auch die Oberbürgermeisterin und die Sachgebietsleiterin Ute Kopfleisch beteiligt. Zu diesem Luther-Kaffee wurde auch Lutherkuchen der Firma KATHI aus Halle gereicht. Beide Produkte sind in der Tourist-Information der Lutherstadt Eisleben käuflich zu erwerben.
Mit dem Spielmannszug Lutherstadt Eisleben 1973 ging es dann auf den Weg von Luthers Geburtshaus zur Bergmannskirche St. Annen mit Kloster.
Erster Stopp war an der St. Petri-Pauli-Kirche / Zentrum Taufe. Diese Kirche ist ein Ort, an dem Luther war, und so wurde sie in das Kooperationsprojekt des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt aufgenomen.
Gekennzeichnet werden diese Orte mit einer Plakette, auf welcher ein QR-Code gedruckt ist. Mit diesem QR-Code gelangt man zur Internetseite und kann sich über den Ort bzw. die anderen Orte informieren.
Nächste Station war der Schöpfungsgarten, wo die Spaziergänger aufgefordert wurden, gemeinsam mit Klebebuchstaben Luthersprüche an eine Wand zu kleben. Gleichzeitig konnte das Lutherarchiv der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt besichtigt werden. Im anschließenden Flüstergarten kamen Schauspieler zu Wort, die von den Besuchern ergänzte Luthersprüche vorlasen. Die Schauspieler Annett Baldin, Lutz Potthoff und Oliver Beck überraschen nun seit einigen Jahren die Besucher des Spazierganges.
Der Bürger und Heimatforscher Hilmar Burghardt engagiert sich seit Jahren in der Lutherstadt für eine Kennzeichnung der ältesten Stadtmauer, Ersterwähnung 1286.
Unterstützt durch zahlreiche Hinweistafeln wird dem interessierten Besucher der Verlauf der Stadtmauer gezeigt. An diesem Tag weihte Herr Burghardt zwei Tafeln ein, die zum einen auf einen Halbschalenturm (Nähe Jüdenhof) und auf einen Wehrtum (Nähe Luthers Sterbehaus – Vikariatsgarten) hinweisen. Gleichzeitig stellte Herr Burghardt sein Heft Nr.1 „Spaziergang entlang des ehemaligen Verlaufs der Ersten Eisleber Stadtmauer“ vor.
Dieses Heft kann man für 3,50 Euro bei der Tourist-Information in der Lutherstadt Eisleben erwerben.
Das nun bereits 11. Gruppenfoto wurde in diesem Jahr auf den Rathaustreppen geschossen. Der Lutherbrunnen, der sich ebenfalls an diesen Treppen befindet, dient den Spaziergängern als willkommener Durstlöscher. Unter den Platanen an der Andreaskirche bereicherten die Schauspieler wieder mit nachdenklichen Sprüchen den Spaziergang
Der Weg führte die Spaziergänger weiter über die Stadtterrassen zur Endstation der Bergmannskirche St. Annen. Auf den Stadtterrassen waren an den Bäumen Schilder angebracht, die die Lebensdaten von Eisleber Bürgern, welche in die Welt gegangen sind oder von dort hierher kamen, angebracht. Der Traditionsverein der Eisleber Bergschule e.V. hatte im April 2016, anlässlich des 225. Geburtstages und des 150. Todestages des Königlichen Bergrates Dr. h.c. Ritter pp. Carl Friedrich Ludwig Plümicke an den Stadtterrassen einen Messtisch der Öffentlichkeit übergeben. Dieser Tisch diente (lt. Chronik Bergschule 1798 – 1828 von Dr. Reck) den Bergschülern zu ihrer Ausbildung und sie erlernten hier den Umgang mit Kompen, die später unter- aber auch über Tage Voraussetzung für einen erfolgeichen Bergbau waren.

An den Stufen zur Bergmannskirche St. Annen mit Kloster empfing Margaretha von Mansfeld die Spaziergänger traditionell mit Salz und Brot. Bei einem guten Tropfen, gutem Essen und Live-Musik mit Gregor Majewski, ließ man den Tag ausklingen.
        
Der 12. Spaziergang auf dem Lutherweg findet im Reformationsjahr 2017 am 27. August 2017 statt.