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Dozenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) zu Gast in der Lutherstadt Eisleben

Mitarbeiter der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei, der Stadtwerke der Lutherstadt Eisleben und der Verwaltung der Lutherstadt Eisleben wurden geschult.


Auf dem Plan stand eine Schulung der Führungsebene im Bevölkerungsschutz.
In der Zeit vom 19. - 21. Juli 2016 trafen sich im Feuerwehrdepot der Ortsfeuerwehr Eisleben die Mitarbeiter, um an der Schulung teilzunehmen.
Als Dozenten waren von der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ralf Stölzel und Rigobert Hagel angereist.
Entstanden war die Zusammenarbeit mit der Akademie durch die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Jutta Fischer, die gemeinsam mit dem Leiter des Ordnungsamtes der Lutherstadt Eisleben, Norbert Schulze, im vergangenem Jahr einen Lehrgang an der Akademie absolvierten. Dem vorausgegangen waren die schweren Unwetter, die am 7. und 18. Juni 2015 auf dem Territorium der Lutherstadt Eisleben, speziell Rothenschirmbach und Osterhausen, wüteten und die daraus entstandenen Folgeschäden.
In der dreitägigen Schulung wurden die Teilnehmer mit Großschadenslagen und der sich daran anschließenden Arbeit in einem Stab vertraut gemacht. Zuvor erhielten die Teilnehmer durch Vorträge über die rechtlichen Grundlagen der Organisation des Bevölkerungsschutzes, die persönliche Notfallvorsorge, das Risiko- und Krisenmanagement, die Einordnung von kritischer Infrastruktur, Risikoanalysen und der praktischen Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung, das entsprechende Rüstzeug.


Regelmäßig wurden die Teilnehmer in einzelne Gruppen verteilt und mit Aufgaben betreut, die diese gemeinsam lösen und später allen Teilnehmern präsentieren mussten.
Anschließend wurden die Ergebnisse besprochen und ergänzt. Mit dieser Methode, bestehend aus Kurzreferaten der Dozenten und Gruppenarbeit, konnten die Teilnehmer methodisch geschickt und sehr einprägsam für die Themen sensibilisiert werden. Somit sind die so gewonnenen Erkenntnisse, wenn es die Situation notwendig macht, später jederzeit abrufbar.
Dies bestätigten die Teilnehmer in der am Ende durchgeführten Evaluierung.
Es wurde aber auch deutlich, dass in punkto Selbstschutz der Bevölkerung vor einer plötzlich eintretenden Katastrophe in der Lutherstadt Eisleben Nachholebedarf durchaus besteht.
Sicher soll man nicht gleich den "Teufel an die Wand malen", aber ein plötzlicher Stromausfall, der dann doch länger als fünf Tage dauert, wird den einen oder anderen vor Probleme stellen. In diesem Fall funktioniert ja nicht mehr nur der Fernsehapparat. Oder die Wasserversorgung versagt ihre Dienste bzw. das Wasser, welches aus der Leitung kommt, ist kein Trinkwasser mehr.
Mit einem herzlichen „Auf Wiedersehen“ bedankte sich die Oberbürgermeisterin bei den beiden Dozenten und bekundete Interesse an der weiteren Zusammenarbeit mit der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz und der Lutherstadt.
Diese Schulung wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu 100% gefördert.