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Tag der Architektur im Jubiläumsjahr der Kammer

Sachsen-Anhalt öffnete 25+ „Architektur(en) für Alle“

„Architektur für Alle“ lautete das bundesweite Motto des „Tages der Architektur 2016“ im
25. Jubiläumsjahr der Kammergründung und im Jahr des Architekturpreises des Landes Sachsen-Anhalt 2016. Genau darum drehte es sich in dem vielseitigen Programm mit 25+ geöffneten Bauten und in Szene gesetzten Freianlagen. An diesem Tag wurde über aktuelle Architektur im Land informierte und aufgezeigt, was sehenswert, einzigartig, beispielhaft ist.
Gebaut wird in Sachsen-Anhalt „für Alle“ und das in einer bemerkenswerten Qualität.
Überall galt: Am „Tag der Architektur“ kann man vor Ort mit den Architekten und Bauherren ins Gespräch kommen, die am 25. Und 26. Juni 2016 in 17 Orten Sachsen-Anhalts 33 ihrer umgesetzten oder in Planung befindlichen Sanierungen, Um-, Erweiterungs- und Neubauten vorstellen. Im Programm standen Bildungseinrichtungen, zu Wohnzwecken und für kulturelle Nutzung umgebaute Scheunen, Kirchen, Bauten für den Tourismus sowie Freianlagen.
Auch die Lutherstadt Eisleben war dabei: Im Vorgriff auf das Lutherjubiläum im kommenden Jahr hat die Lutherstadt Eisleben zielgerichtet um- und neugebaut. Zur Besichtigung standen am 25.Juni 2016 zwei Projekte offen und überraschten zahlreiche Besucher.
Herr Horbusch vom Architekturbüro hobusch + kuppardt architekten aus Leipzig begrüßte neben zahlreichen Interessierten auch die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Jutta Fischer.
An diesem Tag führte Herr Horbusch über die Baustelle der Malzscheune in der Bahnhofstraße 32.
Der Umbau der historischen Malzscheune (Baujahr ca. 1760) wird Ausgangspunkt für eine Verbesserung der touristischen Infrastruktur der Lutherstadt Eisleben. Abgeschlossen ist dafür bereits die Neugestaltung des direkt angrenzenden Busparkplatzes sowie des Seminarhofes. Die Scheune selbst befindet sich noch im Umbau: Das Gebäude wird gegenwärtig den neuen Nutzungen – u.a. eine WC-Anlage für die ankommenden Bus-Touristen – durch verschiedene konstruktive Eingriffe angepasst. Der Gewölberaum im Erdgeschoss wurde bereits stabilisiert. Der historische Dachstuhl wird saniert.

Im Anschluss führte Herr Horbusch noch im Vikariatsgarten, Vikariatsgasse am Museum Luthers Sterbehaus. Hier wurde parallel zum Neubau des Luthersterbehauses der rückwärtig gelegene Vikariatsgarten umgestaltet und bereits 2013 fertiggestellt. Das Grundstück befand sich zuvor in einem völlig verwahrlosten Zustand. Garagen wurden abgebrochen, Mauerreste vorsichtig ausgebessert sowie Wege und Vegetationsflächen angelegt. Die Lage an der inneren Stadtmauer wurde als Motiv aufgegriffen und mit einer Hecke sowie Betonelementen übersetzt. Damit entstanden im Stadtkern ein neuer öffentlicher Durchgang und ein Museumsfreibereich. An der Ruine des Vikariats wurden Gewölbekeller gesichert, vorsichtig Mauerteile sowie eine begehbare Betonplattform ergänzt.

Parallel zum Neubau des Luthersterbehauses wurde der rückwärtig gelegene Vikariatsgarten umgestaltet. Das Grundstück befand sich zuvor in einem völlig verwahrlosten Zustand. Garagen wurden abgebrochen, Mauerreste vorsichtig ausgebessert sowie Wege und Vegetationsflächen angelegt. Die Lage an der inneren Stadtmauer wurde als Motiv aufgegriffen und mit einer Hecke sowie Betonelementen übersetzt. Damit entstanden im Stadtkern ein neuer öffentlicher Durchgang und ein Museumsfreibereich. An der Ruine des Vikariats wurden Gewölbekeller gesichert, vorsichtig Mauerteile sowie eine begehbare Betonplattform ergänzt.
Hintergrund:
Im Jahr 1996 beteiligte sich die Architektenkammer Sachsen-Anhalt zum ersten Mal am bundesweiten „Tag der Architektur“. War man damals mit sechs Gebäuden gestartet, die zu besichtigen waren, hat sich das Architekturwochenende inzwischen etabliert. Insgesamt standen – die Objekte dieses Jahres eingeschlossen – 654 Gebäude, Freianlagen, aber auch Baustellen für neugierige Blicke offen, Architekten und Bauherren gaben Antwort auf Fragen der Besucher: ob zu Kosten, Energieeffizienz, Bauzeit, Materialien oder Ästhetik. Vermittelt wird zudem, wie Architekten arbeiten und warum Baukultur ein hohes Gut unserer Gesellschaft.