Aktuelle Stadtinformationen_Max

„Luther war hier“

„Luther war hier“ mit Plakette und QR-Code wird auf authentische Orte hingewiesen und interaktiv berichtet.

In unmittelbarer Marktnähe erhielten die St. Andreas-Kirche, Luthers Sterbehaus und das Hotel „Graf von Mansfeld“ eine Plakette.
Nun ist es auch von außen sichtbar, dass sich hier ein Ort befindet, an dem sich Luther aufhielt.
Richtig authentisch ist die St. Andreas-Kirche. Hier in dieser Kirche hielt Luther seine letzten vier Predigten, die letzte am 15. Februar 1546 kurz vor seinem Tod, bereits von Krankheit gezeichnet. Ein Schwächeanfall zwang ihn, die Predigt abzubrechen. Die Kanzel, von der Luther predigte, hat sich bis heute am originalen Standort erhalten.
Bereits in seinen einführenden Worten, konnte Dr.Alfred Reichenberger vom Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle eine kleine Sensation verkünden.
Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und unter der Federführung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle werden im Herbst 2016 drei Ausstellungen in New York, Minneapolis und Atlanta vorbereitet.
Die Ausstellungen werden in „The Morgan Library & Museum“ in New York (7. Oktober 2016 bis zum 22. Januar 2017), in der „Pitts Theology Library der Emory Universität“ in Atlanta (Anfang Oktober 2016 bis Mitte Januar 2017) und im „Minneapolis Institute of Art“ (30. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2017) stattfinden.
Aus Minneapolis, einer Stadt im Bundesstaat Minnesota, wurde der Wunsch geäußert, dass man dort die original Luther-Kanzel aus der St. Andreas-Kirche ausstellen möchte. Dieser Wunsch drohte, nicht in Erfüllung zu gehen, da die Kanzel dringend restauriert werden muss und aus diesem Grund demontiert ist. Frohe Kunde aus Minneapolis/ Minnesota – die Restaurierung wird bezahlt und pünktlich in einem Jahr – am 18. Februar 2017 wird sie wieder in der Kirche zu sehen sein.
Bis zur Ausstellung in den USA wird die Kanzel in einer Werkstatt in Halle restauriert.

Das Projekt »Luther war hier« vernetzt über 60 Orte in Sachsen-Anhalt, an denen sich
Martin Luther aufgehalten hat, aufgehalten haben soll oder mit denen sich Luther-
Legenden verbinden.
Das Spektrum reicht von Luther-Linden bis zu Schloss- und Kirchenbauten, von berühmten bis zu weniger bekannten Stätten, von legendären Luther-Orten bis zu solchen, für die konkrete Ereignisse aus Luthers Leben überliefert sind.Die Orte werden alle durch eine Metall-Plakette gekennzeichnet, die einen QR-Code trägt. Über ihn lässt sich eine mobile Internetseite öffnen, die Informationen zum jeweiligen Bauwerk und Ereignisse bereithält, ergänzt durch Bilder, Zitate und Quellen.
        

„Luther war hier“ ist eine Kooperation des Landesamtes für Denkmalschutz und Archäologie Sachsen-Anhalt und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt.
Das umfangreiche Material wird von Dr. Jan Scheunemann und Kerstin Bullerjahn zusammengetragen, ausgewertet und für die übersichtliche Präsentation aufbereitet.
In dieser Tourismusroute ist die Lutherstadt Eisleben derzeit mit sechs Orten vertreten:
Luthers Geburtshaus, St. Petri-Pauli-Kirche/Zentrum Taufe, Marktkirche St. Andreas, Luthers Sterbehaus, das St. Annenkloster und das Hotel „Graf von Mansfeld“.
Hier ist Martin Luther geboren und hier endete sein Leben. Er hielt sich mehrfach in Eisleben auf. Mehrere Gebäude sind mit seinem Leben und Wirken verknüpft.
In der Kirche St. Andreas hielt Luther seine letzten vier Predigten, die letzte am 15. Februar 1546 kurz vor seinem Tod, bereits von Krankheit gezeichnet. Ein Schwächeanfall zwang ihn, die Predigt abzubrechen. Die Kanzel, von der Luther predigte, hat sich bis heute am originalen Standort erhalten.
Drei Tage nach der letzten Predigt, am 18.Februar 1546, starb Martin Luther in Eisleben im „Drachstedt`schen Haus“. 1863 kaufte der preußische Staat ein Anwesen am Andreaskirchplatz, das ehemals dieser Familie gehört hatte, und richtete dort eine Gedenkstätte ein. Nach neueren Forschungen handelte es sich beim „Sterbehaus“ jedoch nicht um den authentischen Sterbeort.
Das tatsächliche Sterbehaus Luthers stand an dem Ort, an dem sich heute das Hotel „Graf von Mansfeld“ am Markt 56 befindet. Zu Luthers Lebzeiten gehörte es ebenfalls der Familie Drachstedt. Später fiel das Haus an einen Mansfelder Grafen, der an dieser Stelle nach 1570 sein Stadtschloss mit Kanzlei errichten ließ.
Das Hotel „Graf von Mansfeld“ sticht aus der Reihe der Orte etwas hervor. Größtenteils sind es Kirchen, Klöster, Schlösser und sogar eine Eiche. Das Hotel ist der einzige Ort, der sich in privater Hand befindet. Nun darf es sich mit der Plakette schmücken und gibt per QR-Code seine Geschichte preis.
Das bis heute als „Geburtshaus „ Martin Luther bekannte Gebäude ist ein Bauwerk des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Zwar kam der spätere Reformator an dieser Stelle zur Welt, das elterliche Wohnhaus fiel allerdings im Juli 1689 einem Stadtbrand zum Opfer. Es wurde von der Stadt Eisleben wieder aufgebaut und vier Jahre später, im Oktober 1693, als Armenfreischule eröffnet. Im 19. Jahrhundert entstand dann eine museale Erinnerungsstätte für Martin Luther. Als Martin Luther am 10. November 1483 in Eisleben geboren wurde, lebten seine Eltern gerade erst einige Wochen in der Stadt, und bereits im folgenden Jahr zog die Familie nach Mansfeld, wo Luther seine Kindheit und frühe Jugend verbrachte.