Aktuelle Stadtinformationen_Max

Feierliche Übergabe des Feuerwehrgerätehauses in Rothenschirmbach

Für die Kameraden der Ortsfeuerwehr Rothenschirmbach wurde am Samstag, d. 21. November 2015 ein Wunsch Wirklichkeit.
Am 23. April 2014 überreichte der Innenminister von Sachsen - Anhalt, Holger Stahlknecht, den Fördermittelbescheid für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Rothenschirmbach .
(Fördermittelbescheid vom 23.04.2014 Landesverwaltungsamt Sachsen- Anhalt vom „Referat Brand- und Katastrophenschutz, militärische Angelegenheiten, Rettungswesen“ Zuwendungsbescheid in Höhe von 150,0 T€).
Die Abbrucharbeiten und Vorbereitungsarbeiten begannen im Mai 2014. Offizieller Baubeginn war dann im Oktober 2014.
Es kam zu einer Unterbrechung durch die Winterperiode (6 Wochen Frost (Bodenfrost) von Anfang Januar 2014 – Mitte Februar 2014). Eine weitere Unterbrechung verursachte das Unwetter vom 07.07.2015. Durch den „Tornado“ kam es zu einem Bauverzug von ca.
3 Wochen.
Die Baukosten betragen ca. 650 TEUR. Die Auftragsvergabe erfolgte in 10 Losen über öffentliche Ausschreibungen. Die Leistungen wurden von Firmen aus der Region erbracht.
[Rohbauarbeiten: Fa. Bau GmbH U. Rothkegel – Luth. Eisleben
Bau Garagenhalle: Fa. AGS GmbH – Luth. Eisleben
Tischlerarbeiten: Fa. T. Bachran – Hettstedt
Putzarbeiten: Fa. Woico Bau GmbH – Teutschenthal
Estrich und Beschichtung: Fa. Bartnizek – Luth. Eisleben
Fliesen und Trockenbau: Fa. Bau GmbH U. Rothkegel – Luth. Eisleben
Maler und Bodenlegearbeiten: Fa. Bau & Design Schönburg – Braunsbedra
Außenanlagen: Fa. Kutter HTS GmbH – Helbra
Elektroinstallation: Fa. Elektroanlagenbau Finne – Braunsbedra
Heizung-Lüftung-Sanitär: Fa. Hartmann & Buchholz – Sangerhausen]
An der feierlichen Übergabe nahm Hartmut Eipper, Referatsleiter Katastrophenschutz im Innenministerium Sachsen-Anhalt teil.
Wilfried Leber – Ortswehrleiter - bedankte sich bei den zahlreichen Firmen, die vorbildlich gearbeitet haben und versprach den Anwesenden, dass die Kameradinnen und Kameraden dies als Zeichen der bisherigen Anstrengen sehen und nehmen es als Verpflichtung, diesen Standort als ein wichtiges Bindeglied in der Stadtfeuerwehr der Lutherstadt Eisleben zu erhalten.
Die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben bedankte sich beim Land Sachsen-Anhalt, dem Stadtrat der Lutherstadt Eisleben und dem MdL, Eduard Jantos, die das Projekt unterstützt haben.
Besonders Herr Jantos hat sich immer wieder auf Landesebene für den Neubau stark gemacht. Im Stadtrat der Lutherstadt Eisleben sprach sich Herr Jantos für den Neubau aus, auch als zwischenzeitlich die Stimmung im Stadtrat scheinbar gegen dieses Projekt tendierte. Am Ende standen alle hinter diesem Projekt und Rothenschirmbach hat nun ein Gerätehaus, das in Zukunft den Schutz der Menschen absichert.
Die Ortsfeuerwehr Rothenschirbach hatte vor 5 Jahren die schlechtesten Voraussetzungen aller Ortsfeuerwehren der Stadt. Die Feuerwehr war zwar vorhanden, der Ausbildungsstand war durchschnittlich und die Ausstattung war in Hinblick auf die Unterbringung katastrophal. Zudem fehlte hier eine Kinder- und Jugendfeuerwehr.
Das ist aber heute Geschichte und nun ist eine schlagkräftige Truppe vorhanden, die mit 23 Kameraden, 6 Kameradinnen, 10 Jugendlichen und 10 Löschflöhen die besten Voraussetzungen geschaffen hat, diesen Standort nachhaltig mit Leben zu füllen und ein wichtiger Standort der Stadtfeuerwehr der Lutherstadt Eisleben ist.
„Diese Feuerwehr ist nicht nur für die Ortschaft zuständig, die Nähe zur A38, das Gewerbegebiet und deren Gefahrenpotentiale sind weitere Gründe, dass hier eine einsatzfähige Ortsfeuerwehr stationiert ist,“ betonte Jantos.


Karl-Friedrich Gensow von der benachbarten Rothenschirmbacher Agrargenossenschaft e.G. überraschte die Kammeradinnen und Kameraden mit einem Scheck über 5.000 Euro.

Nun steht den Kameradinnen und Kameraden sowie dem Nachwuchs ein Gerätehaus zu Verfügung, das Platz für zwei Einsatzfahrzeuge bietet. Mit dem Neubau haben sich Umkleidemöglichkeiten und die sanitären Einrichtungen für Frauen und Männer verbessert.
Aus den zwei Gebäuden, die der Wehr bisher mit insgesamt ca.150 m² zur Verfügung standen, wurde ein Gebäudekomplex errichtet, der nun auf ca. 340 m² alle technischen Voraussetzungen erfüllt, um im Einsatzfall optimal zum Einsatzort zu gelangen. Auch die Bedingungen für Schulungen und eine Nachbetrachtung der gefahrenen Einsätze haben sich mit diesem Tag grundlegend verbessert.
Auch wenn die Bedingungen sich nun verbessert haben, hoffen wir alle, dass die Feuerwehrleute selten zu Einsätzen gerufen werden.
Wir wünschen der Wehr in ihrem neuen Domizil allzeit „Gut Wehr“.