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Eisleber Wiesenmarkt bewirbt sich um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes

Lutherstadt Eisleben bewirbt sich mit dem „Eisleber Wiesenmarkt“ um die Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes unter der Kategorie – gesellschaftliche Bräuche, (jahreszeitliche) Feste und Rituale

Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2015 übergab die Vorsitzende des Mansfelder Geschichts- und Heimatverein e.V., Ute Klopfleisch, persönlich das 24-seitige Bewerbungsformular.
Empfänger war Dr. Brigitte Rauchstein vom Referat 44 des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt.
Das Bewerbungsformular ist vom Ministerium vorgegeben und muss das vollständig ausgefüllte, ausgedruckte, im Original unterschriebene und eingescannte Bewerbungsformular (II.) in einem bestimmten Format enthalten. Beigefügt sein müssen zwei Empfehlungsschreiben und 10 Fotos.
Neben den Fotos wurde auch ein Video übergeben.
Alle Unterlagen mussten in gedruckter und zusätzlich in digitaler Form übergeben werden.
Dafür stellte der Eigenbetrieb Märkte der Lutherstadt Eisleben eine USB-Karte (8 GB) in EC-Karten-Größe zur Verfügung.
Federführend für die Bewerbung war der Mansfelder Geschichts- und Heimatverein e.V. mit seiner Vorsitzenden Ute Klopfleisch.
Bei der Erarbeitung der Bewerbung standen die Historikerin Dr. phil. habil. Gerlinde Schlenker und der Kirchenhistoriker Dr. Hartmut Kühne mit je einem Empfehlungsschreiben zur Seite.
Unterstützt haben die Bewerbung u.a. Peter Lindner und Rosemarie Knape (Mansfelder Geschichts- und Heimatverein e.V.), Harald Henke - WIB Büroservice (Druck), Dirk Fuhlert – LITTLE MOVIE Produktion (Film), Frau Weise vom Stadtarchiv der Lutherstadt Eisleben und der Eigenbetrieb Märkte der Lutherstadt Eisleben.
Im Referat 44 in der Landeshauptstadt wurde die Bewerbung sehr interessiert entgegen genommen. Quittiert mit Stempel, und Unterschrift wurde der fertige Antrag nach fast 2 Jahren der intensiven Recherchen in Archiven und einer intensiven Zusammenarbeit mit den benannten Personen in die Hände der Referatsleiterin Frau Dr. Rauchstein gelegt.
Erleichtert über den Abschluss einer großen Arbeitsaufgabe fuhr Frau Klopfleisch von Magdeburg in die Lutherstadt Eisleben zurück.

             

Bis zum 30. Oktober 2015 haben Antragsteller aus Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, Anträge zur Aufnahme eines lebendigen kulturellen Erbes in das Bundesverzeichnis der UNESCO einzureichen.
Ab November 2015 werden alle eingereichten Anträge durch ein Expertengremium des Landes Sachsen-Anhalt fachlich begutachtet und bewertet. Vier Vorschläge werden an die Kultusministerkonferenz weitergereicht. Diese entscheidet über die Aufnahme der Anträge in die bundesweite Liste. Diese Liste wird anschließend an das unabhängige Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission weitergeleitet. Diese prüft und bewertet im Sommer 2016 die Vorschlagliste der Kultusministerkonferenz.
Vor der endgültigen Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis müssen die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien die Auswahlempfehlungen des Expertenkomitees bestätigen.
Bisher befinden sich 27 Einträge im bundesweiten Verzeichnis, die im Dezember 2014 bekanntgegeben wurden. Darunter sind bereits zwei erfolgreiche Anträge aus Sachsen-Anhalt.
Es ist noch ein weiter Weg – drücken wir beide Daumen.