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5 Jahre Stadtfeuerwehr Lutherstadt Eisleben

2010 - 2015 „5 Jahre Stadtfeuerwehr Lutherstadt Eisleben“ - Rückblick 

Die Stadtfeuerwehr Lutherstadt Eisleben mit ihren Ortsfeuerwehren kann in diesem Jahr auf ein kleines Jubiläum, „5 Jahre Stadtfeuerwehr Lutherstadt Eisleben“, zurückblicken.
Dies soll heute Anlass sein, eine kurze Rückschau zu halten.

Unmittelbar nach Bildung der Stadtfeuerwehr im Januar 2010 hatte die Anfertigung einer ausführlichen Risikoanalyse oberste Priorität, denn diese wurde vom Land Sachsen-Anhalt gefordert und sollte die Grundlage für alle Bereiche unserer Feuerwehrarbeit sein, egal ob auf Stadt-, Kreis- oder Landesebene. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Feuerwehr bei der Erarbeitung dieser Risikoanalyse ist es allen Beteiligten gemeinsam gelungen, eine Analyse anzufertigen, welche im Land Sachsen-Anhalt allgemein Anerkennung gefunden hat und an der Landesfeuerwehrschule in Heyrothsberge zeitweise als gutes Beispiel diente. Darauf können wir zu Recht stolz sein.

Nur durch diese Analyse, welche regelmäßig von den Aufsichtsbehörden geprüft wurde und wird, konnte die Lutherstadt Eisleben Fördermittel für den Bau neuer Feuerwehrgerätehäuser in Osterhausen und Rothenschirmbach erhalten. Auch die Fördermittelzusage im Rahmen der zentralen Beschaffung für die Ersatzbeschaffungen eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges HLF 20 und eines Löschgruppenfahrzeuges LF 20 durch das Land Sachsen-Anhalt beruhen auf dieser Analyse. Weiterhin ist es in den letzten 5 Jahren gemeinsam mit der Stadtverwaltung gelungen, einige Gerätehäuser teilweise zu renovieren oder baulich an neue Gegebenheiten anzupassen sowie 5 Ortsfeuerwehren mit Mannschaftstransportwagen (MTW) und Mehrzweckfahrzeugen (MZF) auszustatten.

Aber auch die vorhandene Ausstattung und Ausrüstung der 12 Ortsfeuerwehren wurde zum Teil kontinuierlich ersetzt und ergänzt, trotz begrenzter Haushaltsmittel. Eine der kostenintensivsten Maßnahmen der letzten 5 Jahre war hierbei die Beschaffung und der Einbau der Digitalfunktechnik, welches durch die gute Planung und Mitwirkung aller Ortsfeuerwehren problemlos umgesetzt werden konnte.

Ebenso ist es in den vergangenen 5 Jahren gelungen, dass einige Ortswehrleiter und stellvertretende Ortswehrleiter ihre teilweise fehlenden, aber dringend notwendigen Qualifikationen erworben haben, denn dies ist ein wichtiger Baustein für die fachliche Qualität einer jeden Ortsfeuerwehr. In den Feuerwehren, wo eine zeitnahe Qualifikation der Führungskräfte nicht möglich war, haben wir den Weg einer zeitweisen organisatorischen Angliederung gewählt. Durch all die genannten Maßnahmen ist es uns gelungen, alle Feuerwehrstandorte, egal ob als eigenständige Ortsfeuerwehr oder als angegliederte Einheit, zu erhalten.

Alle Ortsfeuerwehren der Lutherstadt Eisleben sind zu einer Einheit zusammengewachsen. Der Mitgliederbestand ist konstant geblieben, trotz des demografischen Wandels. Die Stadtfeuerwehr mit ihren Ortsfeuerwehren war und ist rund um die Uhr einsatzbereit und konnte in der Vergangenheit immer die Hilfe in der Not erbringen, welche die Bürger von ihrer Feuerwehr erwartet haben. Risikogerechte Ausstattung, Spezialisierung, Additionsprinzip und die gegenseitige Ergänzung im Einsatzfall wurden hierbei stets groß geschrieben.

Neben den vielen Einsätzen im Tagesgeschäft, mussten im Rahmen der Einsatzarbeit in den zurückliegenden Jahren zudem mehrere Großschadenslagen gemeinsam bewältigt werden, wie zum Beispiel die Beseitigung der unzähligen Sturm-/Orkanschäden im Juli 2015 oder die Eindämmung der Pflanzenkrankheit „Feuerbrand“ im Sommer 2013. Überregional leisteten die Ortsfeuerwehren unserer Stadt in den vergangenen Jahren Hilfe bei den Hochwassereinsätzen an der Schwarzen Elster im Herbst 2010 und beim Jahrhundert-Hochwasser in Sachsen-Anhalt im Sommer 2013.

Erwähnenswert ist in dieser Rückschau weiterhin, dass durch die Stadtfeuerwehr für den Eisleber Wiesenmarkt, dem größten Volksfest in Mitteldeutschland, eine Brandschutzkonzeption niedergeschrieben und mit dem Eigenbetrieb Märkte in den zurückliegenden 5 Jahren, im Sinne der Sicherheit der Volksfestbesucher, stets weiterentwickelt und optimiert wurde.

Die kleinen Probleme, die es in der Vergangenheit hin und wieder gab und die es auch in Zukunft immer wieder geben wird, gehören zum Alltag dazu. Hier gilt es, das Beste daraus zu machen und nach vorn zu schauen. Alle Feuerwehrmitglieder möchten gemeinsam dasselbe. Sie wollen letztendlich ihren Mitmenschen in der Not helfen!

Um die vielen Dinge in der Vergangenheit ankurbeln und umsetzen zu können, war eine intensive Zusammenarbeit auf breiter Ebene erforderlich. Zahlreiche Gespräche mit der Stadtverwaltung und den Stadträten sowie den Behörden auf Kreis- und Landesebene wurden geführt, um den Bedarf der Feuerwehr in Zeiten knapper Kassen umsetzen zu können.

Von daher bedankt sich die Stadtfeuerwehr heute an dieser Stelle offiziell für die sehr gute Zusammenarbeit und die Unterstützung:
- bei unserer Oberbürgermeisterin, Frau Fischer, und der gesamten Stadtverwaltung sowie
- bei all unseren Stadträten

Ein weiterer Dank gilt dem Landkreis Mansfeld-Südharz, insbesondere unserem Kreisbrandmeister und den Mitarbeitern im Amt für Brand- u. Katastrophenschutz.

Dank aber auch dem Landesverwaltungsamt und dem Innenministerium, welche unsere Arbeit hier vor Ort ebenfalls zu schätzen wissen und zahlreiche Entscheidungen zu unseren Gunsten mitgetragen haben.

Auf Grund der weiter ständig wachsenden Anforderungen und der Aufgabenvielfalt müssen sich daher alle Bürgerinnen und Bürger jederzeit im Klaren darüber sein, dass es heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist, anderen in der Not zu helfen.

Von daher gilt der wichtigste Dank allen Feuerwehrmitgliedern für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle unserer Gemeinschaft. Ein weiterer Dank geht an alle Familien und Freunde zu Hause, die um ihre Feuerwehrmitglieder bei den Einsätzen bangen und viel Verständnis für die vielen Stunden an Freizeit aufbringen müssen, welche alle Feuerwehrmitglieder für ihre ehrenamtliche Arbeit opfern.

Danke sagen möchten wir auch allen Fördervereinen, welche die Arbeit der Feuerwehren in der Stadt und den Ortschaften, insbesondere finanziell und materiell, unterstützt haben.


Ramon Friedling / Stadtwehrleiter