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Buchlesung "Fluchtwege"

Aus dem gleichnamigen Buch von Dr. Bernhard Peitz wurde am 12.10.2015 in der Marienkirche von Sittichenbach vor mehr als 50 Menschen gelesen.
Der Autor, selbst als junger Mensch davon betroffen, lebt heute in Lodersleben und hatte den Schicksalsgenossen Wolfgang Rack mitgebracht. Wolfgang Rack lebt heute in Rothenschirmbach und war dort bis zu seiner Pensionierung Förster. Auch er hatte seine Erlebnisse aufgeschrieben, die er zu Beginn vorlas.
Auffallend an den Lebenswegen dieser Menschen ist eine Gemeinsamkeit, die wohl die meisten Flüchtlinge und Vertriebenen des 2. Weltkrieges vereint. Sie versuchten auch während der Monate der Drangsal und Ungewissheit und später als sie erneut sesshaft werden durften und konnten, möglichst an einem Ort oder in einer Region nahe zusammen zu bleiben und so ein Stück alte Heimat in den Gesprächen miteinander aufrecht zu erhalten.

Siebzig Jahre nach dem barbarischen zweiten Weltkrieg schildert das Buch vier ergreifende Flucht- und Vertreibungsgeschichten schlesischer Familien. Ziel war es, die Unterschiedlichkeit der Flucht vor der russischen Front und die verschiedensten Vertreibungspraktiken durch Polen herauszustellen. Da die schlesischen Flüchtlinge von den menschenverachtenden Schandtaten der SS und der deutschen Wehrmacht wenig wussten, empfanden sie die Behandlung durch Russen und Polen als besonders grausam und unverzeihlich. Die Geschichte hat bewiesen, dass der deutsche Faschismus ungeahnte Verbrechen am russischen und polnischen Volk begangen hat. Die in diesem Buch geschilderten tragischen Erlebnisse sind verbunden mit der Angst und der Hoffnung, so etwas niemals mehr erleben zu müssen.

Das Buch kann erworben werden:
www.scm-shop.de/person/peitz-dr-bernhard.html