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Land unterstützt die Sanierung/ Umbau des Bahnhofsgebäudes in der Lutherstadt Eisleben

„Lutherstadt Eisleben ohne Bahnhof, das geht gar nicht“ – diese Botschaft, so der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt – Reiner Haseloff, ist eine Botschaft, die von diesem heutigen Tag ausgehen soll“.
Mit einem Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,01 Mill Euro wird sich das Land Sachsen-Anhalt aus dem REVITA-Programm an der Sanierung/Umbau des Eisleber Bahnhofes beteiligen.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,27 Millionen Euro.
Nachdem im Jahr 2012 bekannt wurde, dass die Bahn diesen Bahnhof schließen wird, waren sich die politisch Verantwortlichen schnell einig, dass dies im Hinblick auf das Reformationsjubiläum – 500 Jahre Reformation – im Jahr 2017, unbedingt zu verhindern sei.
Es wurden Ideen entwickelt und ein Interessenbekundungsverfahren durchgeführt. Das Ergebnis war deutlich, es gibt Möglichkeiten, diesen Bahnhof zu erhalten, nur reichten die finanziellen Möglichkeiten der Stadt dazu nicht aus.
Folgerichtig wurde daraufhin eine Genossenschaft, die „ Bahnhof Lutherstadt Eisleben eG.“ gegründet, die das historische Eisleber Bahnhofsgebäude sanieren und wieder mit Leben füllen will.
Die Genossenschaft ging in die Offensive, warb bei der Eisleber Bürgerschaft und über die Stadtgrenzen hinaus für das ehrgeizige Projekt. 200 Euro für ein Stück Bahnhof, so die Devise und es klappte.
Heute sind an einer Tafel am Bahnsteig insgesamt 165 Personen (Genossenschaftsmitglieder) aufgelistet, die diesem Aufruf gefolgt sind. Hinzu kommen die Wohnungsbaugesellschaft der Lutherstadt Eisleben mbH und die Stadtwerke der Lutherstadt Eisleben GmbH. Weiterhin wird die Sparkasse Mansfelder Land das Vorhaben unterstützen. Somit steht die Finanzierung und die Umbaumaßnahmen können nun anlaufen.
Empfangen wurde der Minister von einer Gruppe Kinder aus der Wolferöder Kindertagesstätte “Hasenwinkel“.
„HASEnwinkel – HASEloff“ ein Wortspiel, das der Ministerpräsident schmunzelnd mit: “Alles was mit Hase beginnt, ist gut.“ kommentierte.
Bevor der Ministerpräsident den Zuwendungsbescheid übergab, hatte er noch einen Karton mit Buntstiften für die Kinder im Gepäck, denn die Kita hatte sich an einem Wettbewerb beteiligt. Dabei sollten die Kinder ihre Vorstellungen vom „Bahnhof Lutherstadt Eisleben“ zu Papier bringen. Die Kita "Hasenwinkel" und die Kita „St. Gertrud“ erhielten den ersten Preis und nun vom Ministerpräsident Buntstifte, damit sie auch wieder bei weiteren Wettbewerben fleißig mitmachen können.

Im Zuwendungsbescheid:
Erwerb und Sanierung des Empfangsgebäudes des Bahnhofs der Lutherstadt Eisleben sind noch einmal die wichtigsten Eckdaten festgehalten.
Für den Grunderwerb und Planung stehen 2015 140.000 Euro.
Bis zur Fertigstellung im Jahr 2017 werden der Rohbau, die Sanierung der Fassade, der Dachausbau, die Mobilitätszentrale, ein komfortabler Wartebereich, eine WC-Anlage, ein Imbiss und eine Erweiterung der Park-&- Ride- Anlage erfolgen.
Haseloff kann sich gut vorstellen, dass beide Bahnhöfe in Wittenberg und Eisleben bis zum Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 24. – 28. Mai 2017 bereits ihre Pforten öffnen. Das wäre ein Test für die Touristen, die Sachsen-Anhalt zum Reformationsjubiläum erwartet.
Nachdem der ehrenamtliche Vorsitzende der Genossenschaft, Thomas Fischer, den Bescheid endlich in den Händen hielt, trat er ans Mikrofon.
„Nun beginnt die eigentliche Arbeit und wir als Genossenschaft sehen das als Verpflichtung, dieses Projekt nun beginnend durchzuführen und mit Erfolg umzusetzen.
Das hier alle, Abellio, Nasa, das Land Sachsen-Anhalt und die Lutherstadt Eisleben an einem Strick ziehen, ist ein Indiz dafür, dass die Bemühungen der Unterstützer, die nun bereits 3 Jahre laufen, gewürdigt werden. Der heutige Tag ist Anreiz und Ansporn, dieses Projekt professionell umzusetzen“.