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Siegesboten von Marathon

Der „Siegesbote“ am Schloßplatz erstrahlt wieder im vollen Glanz
Das Denkmal in der Lutherstadt Eisleben wurde komplettiert und mit einem kupferpigmentierten Imitationsanstrich versehen.

Am Freitag, dem 4.9.2015, 11:00 Uhr konnte die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Jutta Fischer, dieses Denkmal wieder übergeben.
Zu diesem Anlass bedankte sich die Oberbürgermeisterin bei den Spendern, die diese Sanierung unterstützt hatten.
Das sind die Volks- und Raiffeisenbank e.G., der Lions- Förderverein Lutherstadt Eisleben e.V., Stefanie Hoppe, Edelinde und Matthias Hoppe, Helmut Kube, Familie Winkler, bei Familie Stettler sowie bei Rita und Peter Pfützner (Bürgermeister a.D.).

Die Arbeiten führte die Firma “KUNSTGIESSEREI BILDGUSS GEBR. IHLE“ aus Dresden aus. Fachlich beraten wurde die Dresdner Firma von dem in der Lutherstadt Eisleben bekannten Restaurator Wolfgang Conrad.

Das Denkmal wurde im Jahr 2013 beschädigt. Der Figur auf dem Sockel wurde der Zweig mit einem Teil der Hand abgerissen.

Das Denkmal stellt den "Siegesboten von Marathon" dar.
Es wurde am 12. April 1927 als ein Geschenk des hier in der Stadt bis 1926 etablierten Lehrerseminars übergeben und brachte Dankbarkeit für die in der hundertjährigen Geschichte der Bildungseinrichtung gewährten Hilfe und Unterstützung der Stadt zum Ausdruck.

Im Jahr 1990 wurde beschlossen, dieses Denkmal am Schlossplatz einer Renovierung zu unterziehen. Beim Abnehmen zerfiel es jedoch in mehrere Einzelteile.
Im Jahr 1993 erklärte sich der Bankvorstand der Volks- und Raiffeisenbank in Eisleben bereit, die anfallenden Kosten zu übernehmen.

Nun stand die Komplettierung/Restaurierung an. Bereits im Vorfeld hatten sich zahlreiche Spender bereit erklärt, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Diese Spenden deckten aber nicht die entstandenen Kosten ab. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, zweckgebunden Spenden für das Denkmal der Lutherstadt Eisleben zu überreichen.

Die Statue auf dem Denkmal ist ein Zinknachguss der Plastik von Max Kruse / 1881. Er gewann damit eine Goldmedaille und das Original steht heute in der "Alten Nationalgalerie Berlin".
Der Zinkguss wurde damals galvanisch mit einer Kupferschicht überzogen.
Die kupferpigmentierte Imitationsschicht nähert sich dem Urzustand an.

Die Bronze illustriert die griechische Sage, die Plutarch überlieferte: Der Bote Pheidippides lief im Jahre 490 v. Chr. von Marathon nach Athen, um den Sieg über die Perser zu verkünden. Nachdem er die Strecke von etwa 40 Kilometern gelaufen war und seine Botschaft "NENIKHKAMEN" – "Wir haben gesiegt" – überbracht hatte, starb er vor Erschöpfung. In Anlehnung daran wurde 1908 bei den Olympischen Sommerspielen in London der Marathonlauf mit einer Strecke von 42,195 Kilometern etabliert.
Quelle: Ketterer Kunst GmbH & Co. KG