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Rom erhält einen Martin-Luther-Platz

Die Piazza Martin Lutero, der Martin-Luther-Platz, in Rom wird Mitte September 2015 durch den Bürgermeister von Rom, Ignazio Maurino, eröffnet.
Diese erfreuliche Nachricht teilte der Pfarrer der ev. - lutherischen Gemeinde, Jens Martin Kruse, Gerd Ucka aus Herne mit.
Nähere Einzelheiten wollte er aber noch nicht bekannt geben.
Im April wurde in dem zuständigen Ausschuss für Straßenbenennungen der Beschluss gefasst, auf dem Monte Oppio, einem Hügel in unmittelbarer Nähe zum Kolosseum, eine Piazza Martin Lutero, einen Martin- Luther- Platz, zu genehmigen.
Unter den Namen sei die Kennzeichnung "teologo tedesco" (deutscher Theologe) anzubringen.
In zwei Punkten überraschte der Beschlussvorschlag der Verwaltung:
1. aus der erbetenen "Via" (Straße, Weg) wurde eine "Piazza " (Platz).
2. der Wunsch der Befürworter bezog sich bei der Ortswahl auf einen Ort in der Nähe der Piazza del Popolo. In dem benachbarten Augustinerkloster hatte Martin Luther bei seinem Romaufenthalt (wahrscheinlich) gewohnt.
Es ist vorgesehen einen Ort in einem Park in unmittelbarer Nähe zum Kolosseum vor.

(Das Bild zeigt, Gerd Ucka auf dem Gebiet der künftigen "Piazza Lutero")

Herne ist die Partnerstadt der Lutherstadt Eisleben.
Jutta Fischer, Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben und ihre Mitarbeiterin Ute Klopfleisch haben in den letzten zwei Jahren mit Gerd Ucka, der als Romkenner bekannt ist, mehrere Aktionen geplant und durchgeführt. Dabei entstand der Wunsch der protestantischen Kirchen und Gemeinschaften nach der Benennung einer Straße in Rom mit dem Namen Martin Luther.
Neben persönlicher und schriftlicher Kontaktaufnahme zur ev.-lutherischen Gemeinde in Rom wurde ein Brief der Oberbürgermeisterin von Eisleben an ihren Amtskollegen in Rom, den Sindaco Ignazio Maurino, verfasst. Diesen Brief hat Gerd Ucka genau vor einem Jahr auf dem Kapitol mit Sitz des Sindaco abgegeben. Im April wurde in dem zuständigen Ausschuss für Straßenbenennungen der Beschluss gefasst, auf dem Monte Oppio, einem Hügel in unmittelbarer Nähe zum Kolosseum, eine Piazza Martin Lutero, einen Martin- Luther- Platz, zu genehmigen.
Unter den Namen sei die Kennzeichnung "teologo tedesco" (deutscher Theologe) anzubringen.

Für die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Jutta Fischer, war die Unterstützung einer Initiative die in Rom eine Straße mit dem Namen des Sohnes der Lutherstadt zu benennen, eine Herzenssache und eine politische Angelegenheit. „Martin Luther ist hier geboren und gestorben, wir feiern im Jahr 2017 - 500 Jahre Reformation, ich bedanke mich bei allen die dieser Umbenennung zugestimmt haben, meinem Amtskollegen in Rom und natürlich bei Herrn Ucka“, so die Oberbürgermeisterin als Sie von dem Ereignis erfuhr.
Für Gerd Ucka (pensionierter Gymnasiallehrer mit dem Fach "Kathol. Religion" und langjähriger Stadtverordneter) ist die Benennung einer Piazza nach Martin Luther: „Ein ökumenisches Zeichen, gerade jetzt in der Zeit der Lutherdekade und dem bevorstehenden Reformationsgedenken“.