Aktuelle Stadtinformationen_Max

Wenn du einfach nichts machen kannst

Es war ein Abend und eine Nacht, die die Menschen in der Lutherstadt Eisleben, besonders in den Ortschaften Osterhausen, Kleinosterhausen, Sittichenbach und Rothenschirmbach nicht vergessen werden. Sturm, Regen und Hagel brachten das öffentliche Leben gehörig durcheinander und teilweise zum Erliegen.
Unzählige Bäume wurden samt ihrer Wurzel herausgerissen. Besonders dramatisch war es dort, wo Wohnhäuser und Gebäude in der Nähe waren. In Osterhausen verlor eine Familie die Hälfte ihres Daches. Auf dem Friedhof entwurzelte der Sturm imposante Bäume. Der Kindergarten in der Ortschaft erlitt einen Schaden am Dach, welcher durch das eindringende Wasser den Betrieb unmöglich machte. Die Schäden an privaten Häusern, auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen ziehen sich durch alle Ortschaften. Besonders stark wütete das Unwetter an Gebäuden im Gewerbegebiet in Rothenschirmbach. Hier sind der Landmarkt Rothenschirmbach, die Firma CT-Video GmbH und die Thomas Philipps GmbH & Co. besonders betroffen. Ein Teil eines Flachdaches beschädigte die Trauerhalle in Rothenschirmbach.
Nach der Alarmierung am Abend des 7.7.2015 arbeitete die eilig gebildete örtliche Einsatzleitung bis in die frühen Morgenstunden. Hier waren ca. 150 Kräfte im Einsatz.
Bereits 7:00 Uhr trafen sich die Verantwortlichen vor Ort und die örtliche Einsatzleitung wurde personell verstärkt und durch einen Einsatzleitwagen ELW2 des Landkreises unterstützt.
Da der Landkreis Mansfeld-Südharz bei der Schadenslage keinen „Katastrophen-Fall“ ausrufen konnte, wurde eine örtliche Einsatzleitung eingerichtet.
Diese Einsatzleitung war ab 10:00 Uhr einsatzbereit und koordiniert nun am Standort Helfta sämtliche Einsätze.

Bereits in der Nacht und am darauffolgenden Tag führte die Oberbürgermeisterin Jutta Fischer mit Mitarbeitern, dem Stadtwehrleiter und den Wehrleitern der Schadensgebiete, eine Begehung der betroffenen Orte durch.
Sie war schockiert von dem Ausmaß der Schäden. Neben zahlreichen Beschädigungen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen hat sie besonders die vielen Schäden an privatem Eigentum berührt. Hier sind enorme Schäden vor allem durch abgedeckte Dächer, eingedrückte Wände und Schaufensterscheiben zu verzeichnen.
In vielen Gesprächen vor Ort brachte sie ihre Betroffenheit zum Ausdruck. Viele Einwohnerinnen und Einwohner hatten bereits selbst mit den Aufräumarbeiten begonnen und zeigten sich hoffnungsvoll.
„Mein Dank geht an die vielen Helfer, an die Einsatzkräfte wie auch die privaten Personen, die sofort zur Stelle waren. Ich hoffe, dass die Schäden schnell beseitigt bzw. reguliert werden“, so die Oberbürgermeisterin Fischer.
Noch am Nachmittag wandte sich die Oberbürgermeisterin an den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, mit der Bitte um Unterstützung für alle Betroffenen.