Aktuelle Stadtinformationen_Max

kultur-sommer-Nacht 2015

Der Auftakt zum Veranstaltungssommer in der Lutherstadt Eisleben ist geglückt.
Eisleber kultur-sommer-Nacht in der Innenstadt erntet von hunderten Besuchern viel Lob.
 
Auch wenn der Marktplatz an diesem Samstag (6.6.2015) nicht unmittelbar im Fokus stand, war richtig Betrieb auf dem historischen Pflaster zu Luthers Füßen.
Die Eisleber Innenstadt präsentierte zur „kultur-sommer-Nacht 2015“ historische Orte und lud an bekannte Spielstätten ein.
Acht waren es insgesamt, die das Publikum nach allen Regeln der Kunst einen gemütlichen Abend erleben ließen.
Jeder Veranstaltungsort präsentierte zeitversetzt seine Künstler von 19:00 – 24:00 Uhr, sodass jeder die breite Vielfalt des Angebots genießen konnte.
Im Sitzungssaal des Rathauses der Lutherstadt Eisleben präsentierte das DUO Ritter-Kerth, zwei attraktive junge Frauen mit fantastischen Stimmen aus Baden Baden und Karlsruhe, französische Chansons. Im Wechsel traten die „Hotcats“ vom Tanzstudio Eisleben auf und brachten den Ratssaal zum Schwingen.
Gleich neben an im "Weinkeller – Babett Miederwaren" war der Sologittarist Andreas Thust aus Ballenstedt mit Folk-, Pop- und Rocksongs zu hören.
Als dritter im Bunde öffnete der Hof "Partyservice Elste“ seine Türen. Hier konnte man das DUO Wolken und Brücken aus Chemnitz mit dem Programm „Love Letters“ erleben. Dieser Hof, der sich ganz der Bergbautradition verschrieben hat, bot an diesem Tag ein einzigartiges Ambiente.
Im "Vikariatssaal" trat die niederländische Tanzband "Mary-Jo und Band" auf. Ein paar Schritte weiter, in der "Bohlenstube" konnte man den Schauspieler Oliver Beck von der Kulturwerk gGmbH beim Erzählen von Anekdoten belauschen. Musikalisch wurde das Programm von Toni Geiling an der Geige und Michael Proschek mit seinem Gitarrenspiel bereichert.
Auf dem Hof von "Luthers Sterbehaus" präsentierte sich die Tanzgruppe „Showtime“ und die Gruppe "Black Mountain" bestach mit Rock-Oldies und ihrem "unplugged"- Spiel.
Weiter ging es in die "Alte Bergschule", wo das heitere frivole Programm mit dem Titel
„Kann man Vertrauen zu einer Frau haben, die einen selber zum Mann nimmt“. Dieses Programm wurde von „Drei Herren und ein Mann“ präsentiert. Unter Curt Götz unterhielten Andreas Mann (bekannt vom mdr-Fernsehen), Götz Schneegaß, Fritz-Dieter Kupfernagel und Reinhard Naumann (musikalische Begleitung) das Publikum köstlich.
Im Katharinenstift spielten die Berliner Straßenmusiker "Dizzy Birds" Jazz, Blues und Chansons vom Feinsten.
Zwei Orte standen besonders hoch im Kurs, das waren zum Einen die Bohlenstube und zum Anderen der Weinkeller tief unter einem Miederwarengeschäft. Zwar war die Anzahl derer, die Platz fanden, begrenzt, aber dafür bestachen diese Orte durch ihr individuelles Flair. Im Keller versprühten die kargen Wände einen Hauch von Mittelalter und in der "Bohlenstube" traf man auf eine Entdeckung, die Ende der `90er Jahre bei der Restaurierung zu Tage trat. Wissenschaftler fanden heraus, dass einer der Nadelbäume, dessen Holz in der repräsentativen Stube die Jahrhunderte überdauerte, im Jahr 1498 gefällt wurde, also zu einer Zeit, da Martin Luther noch die Schulbank drückte. Andere Proben sind nur wenig jünger, was zu der Aussage berechtigt, die Erbauung der "Bohlenstube" in die Zeit von 1503 bis 1505 zu datieren.
Alle anderen Spielstätten bestachen neben dem Programm durch ihr einzigartiges Ambiente.
Die Innenstadt hat an diesem Abend eine Aufwertung erhalten, die nicht unbedingt geprägt war von lauter Musik, sondern, die die leisen Töne anschlug, die hinter den Mauern oder tief unter dem Pflaster viele Herzen berührten und verzauberten.
Neben dem kulturellen Genuss hatte jeder Hof auch viel für den Gaumen zu bieten.
Ein Abend, der alle Sinne ansprach.
Und wer nicht dabei war, den muss man leider bis Dezember oder sogar bis zum Sommer 2017 vertrösten. Am 12. Dezember lädt die Innenstadt zu „Advent in Luthers Höfen" ein. Und im Sommer 2016 lockt der Marktplatz mit dem „Lutherstadtfest“.
Die beiden Veranstaltungen „kultur-sommer-Nacht“ und „Lutherstadtfest“ wechseln sich jährlich ab.