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Letzter Weg

Der letzte Weg – Jugendlichen erinnern.

Als die Nazis mit der Reichspogromnacht 1938 die Verfolgung und Ermordung der deutschen und später weiterer europäischer Juden einläuteten, schafften es auch noch einige Eisleber jüdische Familien, das Land zu verlassen.

Jugendliche verlesen
die Familiengeschichten

Die meisten, welche noch 1941 /42 hier im "Judenhaus" in der Rammtorstraße zusammengepfercht unter menschenunwürdigen Bedingungen leben mussten, hatten diese Chance nicht mehr. Sie gingen am 24. April des Jahres 1942 zum Eisleber Bahnhof, "begleitet" von Polizei und fuhren anschließend bis Halle. Hier wurden sie nach einiger Zeit mit anderen Leidensgenossen zusammen gen Osten in die KZs bzw. Vernichtungslager deportiert.
Der Förderverein Eisleber Synagoge hatte sich aus diesem Anlass dafür eingesetzt, dass zum Gedenken dieser Weg in Eisleben nachgegangen werden konnte. Dazu hatte der Vorsitzende Rüdiger Seidel eine 10. Klasse des Gymnasiums gewinnen können.
Die Jugendlichen setzten sich in ihrer Freizeit mit der Familiengeschichte der damals Betroffenen auseinander. An verschiedenen Haltepunkten auf dem Weg verlasen die Jugendlichen den Anwesenden diese Familiengeschichten.
Ein beschwerlicher Weg
Ein beschwerlicher Weg

Von Beginn an wurden symbolisch zwei Koffer getragen. Diese Koffer durften dann in der Empfangshalle des Bahnhofes für einige Tage abgestellt werden. An dieser Stelle erinnerten die Koffer die Reisenden an den tragischen Tag im April 1942.
Für die Unterstützung der DB sei hier auch ausdrücklich gedankt.