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Woche der Demografie im Landkreis Mansfeld-Südharz

1. Demografie-Woche und 3. Demografie-Kongress vom 10. bis 17. April 2015 in Sachsen – Anhalt
Die Demografie-Woche startete im Landkreis Mansfeld-Südharz in der Lutherstadt Eisleben.
Am Freitag, dem 10. April 2015, in der Zeit von 10:00 – 14:00 Uhr luden die Lutherstadt Eisleben und die „Bahnhof Lutherstadt Eisleben eG“ in das geschichtsträchtige Bahnhofsobjekt, Bahnhofsring 11, zu einem „Tag der offenen Tür“ ein.
Vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt / Stabsstelle Demografische Entwicklung und Prognosen war Wilfried Köhler vor Ort und konnte sich umfassend über das Projekt informieren. Mit Mitteln aus der Förderperiode 2014 bis 2020 sollen unter anderem die wechselseitigen Verflechtungen zwischen städtischen und ländlichen Gebieten für mehr Lebensqualität und Wirtschaftskraft optimiert werden. Ziel ist überdies, den hohen Anteil der Wertschöpfung der Region zu halten, deren schwierigere demografische Situation zu meistern und Maßnahmen im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu unterstützen, die mit Wirtschafts- und Beschäftigungseffekten verbunden sind. Weitere Fortschritte in der Lebensqualität in Stadt und Land können den Abwanderungsdruck mindern und die Attraktivität steigern.

    
Die Lutherstadt Eisleben beteiligte sich mit ihrem Bahnhofsprojekt an dieser Demografie-Woche.
Das Projekt „Den Bahnhof retten – Regionen verbinden – Die Innenstadt beleben“ gehört zu einem der ausgewählten Projekte und beschreibt in einzigartiger Weise die Verbindung von Sein und Werden. Es ist entstanden aus der bewussten Verantwortung der Bürger für ihre Stadt. Getragen von der Idee, an prominenter Stelle den Bahnhof als modernes Willkommenstor und Schnittstelle des öffentlichen Nahverkehrs zu etablieren.
Mit zukunftsweisenden Angeboten unter besonderer Beachtung demografischer Veränderungen bis hin zur Ausgestaltung als dezentraler Treffpunkt von Jung und Alt, wird der Bahnhof wieder das Gefühl vermitteln, angekommen zu sein. Er wird, wie in der Vergangenheit, eine Brücke zur historischen, geschichtsträchtigen, lebendigen Innenstadt und darüber hinaus bauen, um seine Stellung in einer sich rasch verändernden Stadtlandschaft zu behaupten.
Zahlreiche Unterstützer haben sich gefunden und sind Mitglied der Genossenschaft geworden. Eine Tafel an der Südseite des Bahnhofsgebäudes benennt die Mitglieder.
Höhepunkt an diesem Tag war die Auswertung des Malwettbewerbes „Unser Bahnhof“, an dem sich zahlreiche Kindertagesstätten der Lutherstadt Eisleben beteiligt hatten.
Über eine Bahnfahrt mit der traditionellen Bergwerksbahn können sich die beiden Kindertagesstätten, „Hasenwinkel“ in Wolferode und „St. Gertrud“ in Eisleben freuen.


Mit einem Freizeitspiel und Süßigkeiten wurden auch die anderen Kindertagesstätten für ihre Mühe belohnt.
Neben den Grußworten von Jutta Fischer, Oberbürgermeisterin, Wilfried Köhler, Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt, Thomas Fischer, Vorstand der Bahnhofsgenossenschaft Lutherstadt Eisleben eG (BLE), wurden die Investoren vorgestellt, die nach Fertigstellung den Bahnhof beleben möchten.
Da sind zum einen das Bahnunternehmen Abellio mit einer modernen Service-Station, das
Franchise-Unternehmen „SUBWAY“ und der Bauüberwachung Bahn / Bau / Betrieb
Günter Meyer, der mit einem Büro und einer Sechs-Zimmer-Pension für Gäste der Stadt die beiden Türme beleben wird.
Eine noch freie Fläche im unteren Bereich konnte an diesem Tag besichtigt werden.
Martin Luther, alias Torsten Lange-Klemmstein, begrüßte die Gäste und Rolf Enke vom Mansfelder Geschichts- und Heimatverein e.V. gab interessante Details über die Geschichte des Bahnhofes in Eisleben preis. Zum Abschluss trat die Jugendtheatergruppe des Eisleber Theaters „Kulturwerk“ auf und setzte die Themen: Bahnhof-Bahnfahren-Bahnerlebnis…. künstlerisch um.
Das Bahnhofsprojekt wurde im Auftrag der Bahnhofsgenossenschaft durch das Architekturbüro MUND geplant. Vorausgegangen war eine Machbarkeitsstudie, die eine Grundlage für die Planung bildete.
Das gesamte Projekt bezifferte Herr Fischer auf 1.250.000 Euro, wobei ein Eigenkapital von mehr als 200 000 Euro aufgebracht werden muss, um eine 80prozentige Förderung für die Bahnhofssanierung zu erhalten. Wenn alles wie geplant anläuft, dann könne nach der Baugenehmigung mit den Arbeiten begonnen werden. Es wird kein Abriss sein, sondern vielmehr wird das Gebäude sein Aussehen verändern und der heutigen Zeit anpassen.
Dieses Projekt wird gefördert aus Mitteln der Technischen Hilfe EFRE
Europäische Kommission – Europäischer Fond für regionale Entwicklung „Investitionen in Ihre Zukunft“ Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr – Sachsen – Anhalt.
Nach 150 Jahren erfolgt ein Neuanfang!
Im Erdgeschoss wird eine große Halle entstehen, die auch für Veranstaltungen genutzt werden könne. Glas wird viel Licht ins Innere bringen.
Insgesamt wird hier ein Bahnhof entstehen, der den Anforderungen an einen modernen Bahnhof erfüllt. Er wird Schnittstelle für Ein- bzw. Auspendler sein, die ihren Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Pkw`s, mit dem Fahrrad oder per Pedes fortsetzen.
Die derzeitige „Bauruine“ wird bis 2017 endlich der Vergangenheit angehören.
Erst einmal will Abellio im Dezember den Betrieb von Nahverkehrszügen auf der Strecke Halle und Kassel aufnehmen - mit Halt in Eisleben. Moderne S-Bahnzüge mit einer Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometer sollen Eisleben mit der Region Halle-Leipzig verbinden. Bis zu viermal pro Stunde sollen sie fahren. Als Termin könnte das Jahr 2018 stehen.

Merken Sie sich den 1. September 2015 schon einmal vor, 150 Jahre nach der offiziellen Eröffnung werden sich bestimmt wieder die Türen des Eisleber Bahnhofes öffnen,
hoffentlich dann auch für die Bauleute.
Wenn Sie jetzt Geschmack auf mehr bekommen haben, Sie können immer noch Mitglied in der Genossenschaft werden. Infos erhalten Sie unter der Telefonnummer: 03475/9233779