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31. Oktober - 9. Rathausgespräch

Veranstaltungen am Reformationstag

31. Oktober - 9. Rathausgespräch
Reformationstag 31.10.2014 in der Lutherstadt Eisleben

Das 9. Rathausgespräch, zu dem Oberbürgermeisterin Jutta Fischer am Reformationstag, 31. Oktober 2014, eingeladen hatte, drehte sich um das Thema: „Reformation-Bild und Bibel“.
Anlässlich des 500. Geburtstages des jüngeren Cranachs kommt die Kunst der Reformationszeit in den Blick. Die Reformation war auch eine Medienrevolution. Eine neue Wort- und Bildsprache entstand. Welche „Bilder“ findet der Glaube heute und wie wird diese Botschaft durch Medien, Bild und Sprache vermittelt?
Die Gäste in diesem Jahr waren:

Prof. Dr. Ulrich Bubenheimer (a.D.), Theologische Fakultät der Universität Göttingen
Dr. Christoph Picker, Direktor der Evangelischen Akademie der Pfalz
Moderation: Andreas Berger, Superintendent des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda

Der Reformationstag erinnert an die Verbreitung der 95 Thesen Martin Luthers (1483-1546) am 31. Oktober 1517. Der Theologe hatte damit den Ablasshandel der Kirche angeprangert.
In Eisleben begann der Reformationstag mit einem Gottesdienst in der Marktkirche St. Andreas. Es ist die Kirche, in der Martin Luther 1546 kurz vor seinem Tod seine letzten Predigten hielt. An den Gottesdienst schloss sich das Rathausgespräch zum Thema "Reformation - Bild und Bibel" an.
Bereits zum 9. Rathausgespräch hatte die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Jutta Fischer in den Sitzungssaal ins Rathaus eingeladen.
"Es ist eine kleine, aber feine Veranstaltung", die sich seit 2006 zu einem festen Bestandteil anlässlich des Reformationstages etabliert hat.
"Solche Veranstaltungen sind nicht nur gut für das Marketing einer jeden Stadt, sondern Martin Luther hatte uns wirklich etwas zu sagen", fügte Dr. Christoph Pickert als geladener Gast der Podiumsdiskussion hinzu. Der Direktor der Evangelischen Akademie der Pfalz weilt bereits seit einer Woche mit einer 20-köpfigen Seminargruppe im Mansfelder Land und nutzte so die Möglichkeit über das Thema "Reformation - Bild und Bibel" gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich Bubenheimer von der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen zu diskutieren.
Beide waren zum ersten Mal in der geschichtsträchtigen Lutherstadt und zeigten sich angetan vom Geburts- und Sterbeort des Reformators Martin Luther (1483-1546). Andreas Berger, Superintendent des Kirchenkreises Eisleben-Sömmerda, moderierte die Gesprächsrunde.
"Wir sind begeistert, wie viele schöne Kirchen in der Lutherstadt Eisleben stehen", meinte Lilian Lucke-Hilbert, die im Publikum des Sitzungssaals aufmerksam die lockere Diskussion verfolgte. Sie ist zugleich Mitglied der Gesellschaft der Freunde der Evangelischen Akademie der Pfalz, die sich im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 im Mansfelder Land umschaute. In dem Gespräch ging es vor allem um eines der zehn Gebote des Alten Testaments, demzufolge das Anfertigen und Verehren von heiligen Kirchenbildern verboten ist. "Bilder wurden damals als Propagandamittel angesehen", wie Bubenheimer sagte.
Musikalisch wurde das Rathausgespräch vom Duo "Radam und Venske" aus Hettstedt begleitet.

Nach der etwas einstündigen Gesprächsrunde wurde symbolischen an der „Thesen-Tür“ im Rathaus der Lutherstadt Eisleben genagelt.
„Pflegen Sie Ihren Luther weiter“_ Dr. Christoph Picker
„Die Lutherdekade ist der Jubiläumsablass der evangelischen Kirche für die
Mediengesellschaft des 21. Jahrhundert“_ Prof. Dr. Ulrich Bubenheimer
„Mit Luther Grenzen überwinden“_ Andreas Berger