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Aktionstag"Hände hoch fürs Handwerk"

Die Handwerkskammer Halle und die Kreishandwerkerschaft Mansfeld-Südharz veranstalteten am 07. Juni 2017 unter dem Motto „Hände hoch fürs Handwerk“ einen Aktionstag um bei den Schülern für eine Ausbildung im Handwerk zu werben. Teams aus maximal vier Schülern und einem Vertreter aus Politik, Wirtschaft oder Bildung besuchten gemeinsam einen Betrieb in Mansfeld-Südharz um verschiedene Berufsbilder kennenzulernen und einen Einblick in den Berufsalltag zu bekommen. Gemeinsam mit den Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens probierten sich die Schüler in den verschiedensten Handwerken aus. Eislebens Oberbürgermeisterin Jutta Fischer und Volker Becherer, Abteilungsleiter berufliche Bildung an der Handwerkskammer Halle, waren gemeinsam mit drei Schülerinnen bei der Friseur & Kosmetik Charmant GmbH am Andreaskirchplatz in Eisleben zu Gast. Mit schwarz-roter Zopfperücke und strahlend blauem Aktions-T-Shirt bekleidet, war sie einerseits an diesem Tag fast inkognito in der Stadt unterwegs, zum anderen bewies sie damit auch, wie sehr eine Frisur den Typ verändern kann. „Ja, natürlich muss man darauf Rücksicht nehmen,“ erklärt Monika Eim, die Geschäftsführerin des Unternehmens. Der Beruf des Friseurs hat immer auch etwas mit Psychologie zu tun, denn die Kunden wollen schließlich beraten werden, welche Frisur zu ihnen passt. So kann eine Frisur und Haarfarbe, die schrill und auffallend ist, einen schüchternen Menschen unter Umständen eher verunsichern und umgekehrt die schlichte Ausführung einen extrem introvertierten Menschen eher unter repräsentieren. Es muss eben passen. Nicht nur die Mode spielt eine Rolle, sondern das gesamte Erscheinungsbild.“ Heutzutage sind Dinge möglich, die man sich früher nicht vorstellen konnte. Man kann künstliche Haarteile einfügen, Extensions in Naturfarbe oder eben auch in ganz schrillen Farbtönen. Da findet sich für jeden etwas. Von Dauerwelle bis Haare glätten – eigentlich ist alles möglich. Um die eigene Haarpracht möglichst zu schonen, sollten die Arbeiten unbedingt von geschulten Fachkräften ausgeführt werden. Auch Friseurin Nadine Grempler ist begeistert von ihrem Beruf, weil er sehr kreativ ist und ihr der Umgang mit Menschen großen Spaß macht. Ich finde es schön, wie man Menschen dadurch verändern kann.“ Angst, dass die Lehrlinge irgendetwas verschneiden, hat sie nicht. Sie meint: „Am Anfang haben die Lehrlinge Modelle. Die wissen worauf sie sich einlassen. Da kann es passieren, das mal etwas schiefgeht oder die Haare zu kurz geraten. Darauf müssen die Modelle eingestellt sein.Die Schülerinnen und Schüler konnten an diesem Tag die unterschiedlichsten Handwerksberufe kennenlernen: angefangen vom Metallbauer, Mechatroniker, Anlagenmechaniker über Tischler, Fleischer, Zahntechniker bis zum Schornsteinfeger. Mit Spaß an der Sache legten auch die Vertreter aus Politik und Wirtschaft selbst Hand an. Mit dabei unter anderem waren die Landrätin Dr. Angelika Klein und Danny Kavalier, Bürgermeister von Hettstedt sowie Bernd Skrypek, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra.