77. Jahrestag zum Eislebener "Blutsonntag"

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Sonntag, den 14. Februar 2010

 


Auf Einladung des Vorsitzenden der Verfolgten des Nationalsozialismus - Bund der Antifaschisten Mansfelder Land e.V. -, Hans Siebert, kamen am 14. Februar 2010 zahlreiche Gäste und interessierte Bürger zum Alten Friedhof in der Lutherstadt Eisleben.
Diese Gedenkveranstaltung für die Opfer des Eislebener Blutsonntags vom 12. Februar 1933 erinnert alljährlich an den brutalen Überfall der Nazis auf eine Kinder-Sportveranstaltung in der Turnhalle in der Zeisingstraße. Die SA- und SS-Leute schossen auf die Teilnehmer der Veranstaltung und schlugen - insbesondere mit Spaten - auf diese ein. Dieser Überfall forderte 4 Tote und 24 Schwerverletzte.

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Harald Koch (MdB)

Jedes Jahr versammelt man sich an den Ruhestätten der drei Getöteten: Walter Schneider, Hans Seidel und Otto Helm. Der vierte Tote war ein 14-jähriger Junge, dessen Name bis heute nicht bekannt ist.
Gastredner an diesem Tag war das Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB), Harald Koch.
In seiner Rede verwies Koch auch auf die Gegendemonstration der vielen Menschen gegen den Aufmarsch der Nazis am 13.Februar 2010 in Dresden. Auch aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz nahm an dieser Gegendemonstration eine Delegation teil.
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OB Jutta Fischer und Roland Schmidt (v.l.)
Mehr denn je sind nun Vertreter aller demokratischen Parteien, der Gewerkschaften und der Kirchen in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.
Nach Herrn Koch richtete die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Frau Jutta Fischer, mahnende Worte an die Anwesenden. Sie forderte alle Menschen auf, nicht weg zu schauen, sondern couragiert, aber mit dem nötigen Respekt, den Menschen entgegenzutreten, die die Würde anderer Menschen missachten. Gleichzeitig rief sie alle Bürgerinnen und Bürger der Lutherstadt Eisleben und des gesamten Landkreises Mansfeld-Südharz auf, sich dort einzusetzen und zu engagieren, wo sie mit dazu beitragen können, dass ein tolerantes und friedliches Miteinander gelebter Alltag wird.
Im Anschluss legten die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Jutta Fischer, und Roland Schmidt, ehem. Stadtrat der Lutherstadt Eisleben, und zahlreiche Gäste Blumengebinde und Blumen vor dem Gedenkstein und auf den Gräbern der Opfer nieder.